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Feedback jeder Art Urgestein (Eine lustig trauernde Geschichte)

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Lustig blödelnd Urgestein,
große Latschen stolpern fein.
In der Kunst des Lachens ist,
er der wahre Spezialist.
 
Dumm ist anders, wahre Worte,
schmeißt die Nase in die Torte.
Eins, zwei, drei die Bälle fliegen,
voller Spaß wenn Balken biegen.
 
Rote Knolle, rot die Lippen
liegen Pfunde auf den Rippen.
Weiß um Augen, Wangen, spricht:
"August steht im Rampenlicht."
 
Farbig strahlt, nein keine Motte,
lockig Haar wie ne Karotte.
Scheinwerfer das Flutlicht spenden,
und Applaus darf niemals enden.
 
Doch so langsam, mit der Zeit,
schwindet auch die Ewigkeit.
Nimmt die Technik überhand,
Lachen aus dem Land verschwand.
 
Lachen vor der Tür wird selten,
weniger aus Zirkuszelten.
Heutzutage Menschen sitzen,
vor der Röhre, flachen Witzen.
 
Clown zu sein macht keinen Spaß,
Flimmerkasten wird zum Maß.
In sich gekehrt der Possenreißer,
streicht die Wände immer weißer.
 
Auch die Blume am Revers,
heitert auf, den Clown nicht mehr.
Trauermarsch mit Violine,
zum Schafott, zur Guillotine.
 
Albtraum heut so manchen plagt,
wenn der Ruf mal schwer versagt.
Pennywise trägt dazu bei,
was die Glotze schlägt zu Brei.
 
Ach wie schön war jene Zeit,
als das Lachen wurde breit.
Zirkuszelt in jeder Stadt,
früher Spaß bedeutet hat.
 
Staunen, jubeln, lauthals Grölen,
nicht verkriechen in den Höhlen.
Urgesteine fast verschwunden,
heutzutage leckt man Wunden.
 
© SchwarzPoet
 
Auf Anhieb hat mir dein Gedicht gefallen, SchwarzPoet.
Es macht traurig und nachdenklich, was sicher dein Ziel war. 
Kann man das ändern? Die Situation, meine ich. 
Lange schon vor diesen, etwa ab den 80er Jahren, sah man einen Wandel in der Zirkuswelt. 
Weniger Tiere, mehr ausgefallene, showartige Darbietungen. 
Klar, in der längst vergangene Vergangenheit war die angekündigte Ankunft eines Circus eine Sensation für alle.
Heute, wenn ein Circus gastiert, überlegt man, ob man lieber ins Kino geht, bzw. zu einem anderen Spektakel. 
Staascircusse, aus Moskau, aus China, sind noch immer eine Attraktion. 
Es wird immer schwieriger für die Clowns, die Menschen zum lachen zu bringen. 
 
 
 
 
Moin @Carlos, ja die Situation der Zirkusse ist immer bescheidener geworden und wie du schon sagtest, etwa seit den 80er Jahren ging es immer mehr bergab. Dann kamen erschwerend noch die ganzen Tierschutzskandale hinzu, durch das Aufbegehren der Tierschutzorganisationen, was vielen das Genick gebrochen hat und die Interessenverschiebung allgemein, seitdem Handy, Spielekonsolen, Fernsehprogramm und Co., die Fähigkeit des Staunens abgestumpft haben. Ich weiß nicht wie viele Zirkusse in den letzten knapp 40 Jahren für immer ihre Tore schließen mussten, aber ich denke mal irgendwas zwischen 70 und 90 % (vorsichtig geschätzt) aller Zirkusse und diese Zirkusse hatten oft ein Bestehen von 100 oder mehr Jahren auf dem Buckel und wurden über mehrere Generationen innerhalb auch namhafter Zirkusfamilien betrieben. Ich hab als Kind den Besuch der Zirkusvorstellungen genossen, aber wo findet man in der Nähe noch einen guten, traditionell betriebenen Zirkus, ohne gleich 100 Kilometer fahren zu müssen?
 
Zu meinen Lieblingsfilmen, gehört übrigens auch ein Zirkusfilm, auch wenn er die wahre Zirkuswelt nicht ersetzen kann.
The Greatest Showman könnte ich mir mindestens 1x pro Woche reinziehen und wäre immer wieder erneut begeistert. Da wäre ein Aufschwung der Zirkuswelt doch etwas, was mir die Hoffnung auf eine heilende Welt stückweise geben KÖNNTE, aber bekanntlich heißt es ja, die Hoffnung stirbt zuletzt. Vielleicht wäre es ja doch nicht schlecht, wenn der Film: "Der Tag, an dem die Erde still stand", wahr werden würde, aber sowas ist nur Wunschdenken. 
 
Dunkle Grüße
 
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