Aktuelles
Gedichte lesen und kostenlos veröffentlichen auf Poeten.de

Poeten.de ist ein kreatives Forum und ein Treffpunkt für alle, die gerne schreiben – ob Gedichte, Geschichten oder andere literarische Werke. Hier kannst du deine Texte mit anderen teilen, Feedback erhalten und dich inspirieren lassen. Um eigene Beiträge zu veröffentlichen und aktiv mitzudiskutieren, ist eine Registrierung erforderlich. Doch auch als Gast kannst du bereits viele Werke entdecken. Tauche ein in die Welt der Poesie und des Schreibens – wir freuen uns auf dich! 🚀

Nur Kommentar Zerbrochene Illusion

Der/die Autor/in wünscht sich Rückmeldungen zum Inhalt des Textes und möchte keine Textkritik.
  • Terrapin
    letzte Antwort
  • 4
    Antworten
  • 261
    Aufrufe
  • Teilnehmer
Die alte Amme Hoffnung
nährt an ihrer Brust
das ewige Kind Vertrauen
mit der Milch des Glaubens
auf ihren Lippen
das leise Wiegenlied der Träumer
 
Satt und wohlig warm
schläft es den Schlaf der Gerechten
doch der kühle Morgen des Erwachens
zerbricht mit leichter Hand
die zarten Wände ihres Elfenbeinturms
in denen sie sich sicher glaubten
 
 
 
Die alte Amme Hoffnung


nährt an ihrer Brust


das ewige Kind Vertrauen


mit der Milch des Glaubens


auf ihren Lippen


das leise Wiegenlied der Träumer


 


Satt und wohlig warm


schläft es den Schlaf der Gerechten


doch der kühle Morgen des Erwachens


zerbricht mit leichter Hand


die zarten Wände ihres Elfenbeinturms


in denen sie sich sicher glaubten
Hallo @Aileas
stimmige Bilder von Alpha bis Omega. 
Gefällt mir sehr gut!
 
LG JC
 
Die alte Amme Hoffnung


nährt an ihrer Brust


das ewige Kind Vertrauen


mit der Milch des Glaubens


auf ihren Lippen


das leise Wiegenlied der Träumer
Hallo Aileas, ob Glaeubige oder In Unglaeubige Träumer sind, wird sich womöglich erst in der nächsten Dimension zeigen. 
zerbricht mit leichter Hand


die zarten Wände ihres Elfenbeinturms


in denen sie sich sicher glaubten
Und wer zerbricht auch. 
Zur Hoffnung und zum Glauben gehört auch die Liebe. Ohne sie ist alles nichts - sogar der Unglaube. LG Stephan
 
Moin Aileas, 
 
Eine kleine grammatikalisch Korrektur in der ersten Stophe ist mir aufgefallen. 
 
Die alte Amme Hoffnung
nährt an ihrer Brust
das ewige Kind Vertrauen
mit der Milch des Glaubens
auf SEINEN Lippen (seinen, weil es ja das Kind ist, das vom Busen der Hoffnung trinkt, und seine Lippen mit der Milch benetzt)
das leise Wiegenlied der Träumer
 
 
 
Wirklich formschön gemeißelte Prosa. 
 
Nur bin ich Inhaltlich der Meinung, im Bezug auf dem Bildnis der Hoffnung und des vertrauens, das du hier aufrufst, das jemand, der einem anderen oder einer Sache vollends vertraut, keinen Gedanken daran verschwendet, dass es hoffentlich gelingt. 
Vertrauen basiert auf Überzeugung, nicht aus Vermutung heraus. 
Und sicherlich kann sich das, worin man vertraut, zu einem Missgeschick kehren, und wenn es aus aus dem Fehlverhalten einer geliebten Person entsteht, wird bewusst, warum Vertrauen so kostbar und teuer ist und schwer zu bekommen, aber um so rascher zu verlieren ist.
 
Von daher kann ich mit der Aussage der beiden Strophen, auch wenn sie schön geschrieben stehen, nicht ganz mitgehen. 
 
 
 
 
 
 
Vielen Dank für Eure Kommentare, lieber Joshua, Stephan und Terrapin.
 
Danke für das anerkennde Lob, Joshua.
 
Zum Thema Glauben möchte ich an dieser Stelle im Moment nichts anmerken, lieber Stephan. Ich werde aber darauf zurück kommen. Dass die Liebe hier nicht erwähnt wird, ist Absicht. Denn wo sie fehlt, hat nichts Bestand, wie Du auch richtig schreibst. Sonst würde das Gesagte keinen Sinn machen. Und dass es uns allen daran mangelt, muss wohl nicht in Zweifel gezogen werden.
 
Lieber Terrapin, es liegt wohl ein kleines Missverständnis vor. Das Wiegenlied wird von der Amme gesungen, daher ist "ihren" richtig.
Diese Zeilen sind bereits vor vielen Jahren von mir geschrieben worden. Sie passen jedoch sehr viel besser in die heutige Zeit, wenn man das Gedicht in einem grösseren Zusammenhang versteht, also nicht auf eine einzelne Person bezogen, sondern auf die Gesamtheit der Menschen, denn das ist sein eigentlicher Sinn. So vieles ist gerade dabei zu zerbrechen, alte Überzeugungen, Wertevorstellungen, Grenzen und Sicherheiten. In diesem Sinne hatte ich es geschrieben, wohl eine frühe Vorahnung dessen, was jetzt zur Gewissheit wird.
 
Euch allen ein grosses Dankeschön, dass Ihr Euch konstruktiv mit diesem Thema auseinandersetzt. Es ist eines der grossen Lebensthemen, das wohl viele von uns beschäftigt. Man kann sich dem nicht entziehen.
 
Ja, ich habe das als Metapher verstanden, und nicht, daß die Amme dem Kinde wirklich was vorsingt - ist in der Zeilen auch nicht wirklich ersichtlich. 
Bin grad kurz angebunden...
 
  • Terrapin
    letzte Antwort
  • 4
    Antworten
  • 261
    Aufrufe
  • Teilnehmer
Zurück
Oben