Zwei Teller
Der Blick durchs Fenster ist geschützt
durch blickdichte Gardinen,
von außen sieht man nicht hinein.
So sieht auch niemand meine Tränen,
die ich einsam hier geweint.
Von uns beiden bin nur ich verblieben,
im Rollstuhl vor der Fensterbank.
Das Tor zur Welt ist meist geschlossen,
vor Passanten, ich bin alt und krank.
Ins Heim will ich partout nicht gehen,
hier ist mir alles so vertraut.
Ich stelle deinen Teller neben meinen,
obwohl du längst von oben mir zuschaust.
© Herbert Kaiser
Der Blick durchs Fenster ist geschützt
durch blickdichte Gardinen,
von außen sieht man nicht hinein.
So sieht auch niemand meine Tränen,
die ich einsam hier geweint.
Von uns beiden bin nur ich verblieben,
im Rollstuhl vor der Fensterbank.
Das Tor zur Welt ist meist geschlossen,
vor Passanten, ich bin alt und krank.
Ins Heim will ich partout nicht gehen,
hier ist mir alles so vertraut.
Ich stelle deinen Teller neben meinen,
obwohl du längst von oben mir zuschaust.
© Herbert Kaiser