Aktuelles
Gedichte lesen und kostenlos veröffentlichen auf Poeten.de

Poeten.de ist ein kreatives Forum und ein Treffpunkt für alle, die gerne schreiben – ob Gedichte, Geschichten oder andere literarische Werke. Hier kannst du deine Texte mit anderen teilen, Feedback erhalten und dich inspirieren lassen. Um eigene Beiträge zu veröffentlichen und aktiv mitzudiskutieren, ist eine Registrierung erforderlich. Doch auch als Gast kannst du bereits viele Werke entdecken. Tauche ein in die Welt der Poesie und des Schreibens – wir freuen uns auf dich! 🚀

Feedback jeder Art Das Fenster

Hier gelten keine Vorgaben mit Ausnahme der allgemeinen Forenregeln.
  • Jackybee
    letzte Antwort
  • 8
    Antworten
  • 191
    Aufrufe
  • Teilnehmer
Das Fenster
 
Gleich einer Leinwand,
erzählst du mir Geschichten,
lässt mich träumen,
bringst Leben ins Haus.
 
Du gibst mir Einblick in die Welt der rot-braunen Eichhörnchen, die flink von Ast zu Ast hüpfen,
malst mir Bilder von Schwalben, die spielerisch ihre Runden drehen,
unter dichten Wolken,
zwischen Bäumen, die, vom Wind angetrieben, nach ihnen zu schnappen scheinen.
 
Du erzählst mir vom Pensionär nebenan, der feinfühlig seine Edelrosen ehrt,
von Kindern, die im Planschbecken toben,
mit Wasserpistolen aufeinander schießen
und fröhlich umherrennen.
 
Du lenkst meinen Blick auf die Daunendecken, die Frau Fischer frühmorgens aushängt zum Lüften,
auf den wöchentlichen Tanz des Staubwedels auf Nummer 9,
auf das Ballett der Mülltonnen, die sich mit zwei Pirouetten nach dem Leeren verbeugen,
auf das wie in Stein gemeißelte Gesicht von Herrn Schulz, auf seinem Klappstuhl, vor der Haustür.
 
Du schenkst mir Portraits von Schneemännern mit krummen Karottennasen,
bringst mich zum Schmunzeln, wenn du mir Franz zeigst mit seinem Dackel, der nicht weiter will,
wärmst mir das Herz, wenn Oma Irma, Hand in Hand, mit der kleinen Klara spazieren geht,
verblüffst mich mit Skateboardfahrern, die leichtfüßig auf ihren Brettern tanzen.
 
Leben.
 
 
 
Hei Jacques, 
 
Sehr warmherzig und nett geschrieben.
Irgendwas stört mich ein bisschen am letzten Abschnitt, ich überlege noch, was genau das sein mag. Ich käme besser ohne ihn aus. Oder mit einem kleinen Irgendwie-Anders-Satz ...
 
Schönen Gruß!
Uwe
 
 
Hallo Jacques,
 
da wird das Fenster zu einem lebenden Gemälde (gerahmt ist es ja auch), das ständig wechselnde Bilder zeigt. Von dir sehr gewinnend mit Liebe zum Detail und einem Blick für scheinbar Alltägliches beschrieben.
 
Viele der Szenen dürften sich mehr oder weniger regelmäßig wiederholen, wie das Ballett der Mülltonnen (entzückend!).
 
Wie Uwe @Stavanger aber schon anmerkte: Der letzte Absatz wirkt nicht ganz rund. Hier bräuchte es  keine philosophische Reflexion, das ist für mein Empfinden ein überflüssiges Bleigewicht an deinem sonst wunderbar leicht gefügten Text. Im Grunde könnte er gut mit den Skateboardfahrern enden. Eventuell könnte einer davon die Balance verlieren und aus dem Bild stolpern - und somit buchstäblich aus dem Rahmen fallen ...
 
Lesefreudige Grüße 
Cornelius 
 
Es ist (für mein Empfinden) so was wie doppelt. Wie wenn einer eine lustige Anekdote erzählt und dann hinzufügt: "Haha, das war sehr lustig!"
Das Lustige muss die Story schon selbst geschafft haben.
 
Hier ist ein schönes Gedicht, das wunderbar für sich selbst sprechen kann und keinen Zusatz mehr braucht, denke ich.
Obwohl bestimmt ein netter solcher möglich ist. Der müsste aber wirklich etwas Neues hinzufügen, nicht zusammenfassen.
 
So in etwa meine Meinung:
Uwe
 
 
Hallo Uwe, Hallo @Cornelius,
 
Vielen lieben Dank für diese Einschätzungen.
Ich verstehe gut was ihr meint und bin jetzt überzeugt dass dieses Bleigewicht weg muss. Und schwuppdiwup ist es schon weg.
Damit jedoch spätere Leser nachvollziehen können um was es geht, setze ich die gelöschte letzte Strophe einfach hierhin, zum Nachlesen:
 
Ist das alles real oder nur eine Illusion?
Ich weiß es nicht!
Doch sicher nicht weniger wahr als die Geschichten meiner Träume,
und die würde ich auch nicht missen wollen.
 
Danke auch an @Missgunbar für das Like.
 
Lieber Jaques,
 
ein Fenster kann auch trüb/beschlagen sein und muss eventuell geputzt werden, um die Sicht wieder herzustellen
 
Oder man erblickt Dinge, die man lieber ignorieren würde und zieht den Vorhang vor
 
Beides könntest du in einen letzten Abschnitt packen
 
Mein eigenes Hirn ist gerade wieder im Gewittersturm und mir fallen keine Sätze ein, die deine Zeilen passend ergänzen würden. Aber die Themen wären gut als Abschluss, glaube ich.
 
LG Missgunbar 
 
 
 
Hei Jacques, 
 
Ich hab auch noch mal nachgedacht - und würde positiv und erfreulich bleiben.
 
Wenn ich du wäre, würde ich einen Absatz hinter den Skatern machen und danach nur 1 Wort als Abschluss:
 
Leben.
 
Wenn das Stück meines wäre, könnte ich mir wahrscheinlich eine Art Gag nicht verkneifen.
Absatz und dann:
 
Gestern kam einer von der GEZ,
aber dem hab ich was erzählt!
 
(GEZ ist in Deutschland die "Gebühren-Einzugs-Zentrale", sie treiben Fernseh- und Rundfunk-Gebühren ein.)
 
Ob mich allerdings jemand verstehen würde ... 
 
Ebenfalls vorstellen könnte ich mir eine dritte Lösung, nämlich Absatz und dann das 1 Wort:
 
Rahmenprogramm.
 
Für Missgunbars (sehr berechtigte) Aspekte würde ich, glaube ich, ein neues Gedicht schreiben.
 
Denkt zurzeit:
Uwe
 
 
Hallo Uwe,
 
Vielen lieben Dank dass du dir soviel Zeit nimmst für meinen Text. 
Ich mag deinen Lösungsvorschlag sehr und habe den Text entsprechend angepasst. Einfach. Gut.
 
Liebe @Missgunbar,
Herzlichen Dank auch dir für deinen Vorschlag. Die Idee gefällt mir auch, doch wollte ich in diesem Text doch eine positive Stimmung beibehalten. Richtig ist aber dass man öfters besser tut den Vorhang zu ziehen, denn alles will man nicht sehen. Ich hoffe dein Gewittersturm wird sich schnell wieder legen, denn deine Texte lese ich gerne.
 
Danke auch an @Guenk für das Like!
 
LG, Jacques
 
  • Jackybee
    letzte Antwort
  • 8
    Antworten
  • 191
    Aufrufe
  • Teilnehmer
Zurück
Oben