Liebe Aileas,
ein wertvoller Beitrag deinerseits, leider ist das Schreiben, also jenes mit Stift und Papier, wohl so gänzlich aus der Mode gekommen. Nun ja, nächtens wenn mich meine Gedankenbilder aufwecken um sie festzuhalten - und dies geschieht ausschließlich des nachts - da greife ich klarerweise zu Papier und Stift. Wobei ich eigenartigerweise nur mit wirklich gutem Schreibgerät kreativ zu schreiben vermag. Sobald ein Stift, Kuli oder ähnliches patzt, kratzt oder gar aussetzt, ist es sogleich mit der Kreativität dann schnell vorbei.
Es muss nicht ein teurer toller Füller sein, nein ich habe mir hier vom Autoclub ÖAMTC so eine Art Tintenkuli bereits mehrfach erbeten, sie liegen dort frei zugänglich auf und damit lässt sich ganz wunderbar schreiben.
Leider, leider ist jedoch meine Handschrift alles andere als vorbildlich, woran das liegen mag, keine Ahnung und ich habe die größte Mühe meine Hyroglyphen der Nacht dann am Morgen oder womöglich erst Tage später noch entziffern zu können... Es ist auch gar nicht meine Handschrift, wenn ich nächtens schreibe sondern ein völlig fremdes Schriftbild, lustigerweise.
Einen ganzen Stapel, von Seidenbändern zusammengehaltenen Liebesbriefen wurde meiner lieben Oma mit ins Grab gegeben - was hätte ich darum gegeben, sie zumindest einmal zu lesen! Jedenfalls habe ich von ihr die Briefe an mich, die sie jeden Winter, den sie zumeist in wärmeren Gefielden verbrachte, an mich geschickt hatte, es ist mein kostbarster Schatz in einer schönen Schatulle bewahrt - war sie doch mein Lebensmensch!
Dazu möchte ich dir gerne einen aufgemalten und meines Erachtens nach sehr sinnigen Spruch als Bild mitschicken, den ich vor einiger Zeit auf einem Briefkasten in der Kremser Fussgängerzone entdeckt hatte.
Gerne in deine Zeilen hineingefühlt, wie wahr sie doch sind!
Uschi
