"Mehr Licht !"
Es wusste schon der Sonnenkönig:
Ganz ohne Licht, da sieht man wenig.
„Mehr Licht!“ ist auch, was Goethe rief,
worauf er kurz danach entschlief.
Fehlt auf der Erde Sonnenlicht,
dann wüssten wir zum Beispiel nicht,
wann wär‘ es Tag, wann wär‘ es Nacht,
das Chaos wär‘ perfekt gemacht.
Pflegst Du im Dunkeln zu verweilen,
die Depressionen Dich ereilen.
Du brauchst mehr Licht, was Dich belebt
und Deine Stimmung wieder hebt.
Fehlt Dir beim Lesen gutes Licht,
siehst Du des Buches Zeilen nicht.
Mit dunklen Funzeln, die nichts taugen,
verdirbst Du Dir nur Deine Augen.
Fehlt in der Kneipe helles Licht,
ermutigt dies den Bösewicht,
zu fassen rasch in fremde Taschen,
um etwas Bargeld zu erhaschen.
Zu grelles Licht erzeugt meist Frust
bei dem Genuss der Fleischeslust.
Die prüde Frau mag gar kein Licht
bei dem Vollzug der Ehepflicht.
Ein Fußballspiel zur Abendzeit
erzeugt mitnichten Heiterkeit,
wenn ohne Flutlicht fehlt die Sicht,
man sieht das Tor beim Strafstoß nicht.

Fährst Du im Auto ohne Licht,
siehst Du die Bäume vor Dir nicht.
Du kannst den Pappeln und den Eichen
im Dunkeln lichtlos nicht mehr weichen.
Auch der Chirurg, der operiert
und ohne Licht das Messer führt,
der ließe dieses besser bleiben,
er könnte den Patient entleiben.
Die Polizei, sie will ermitteln
und einen Täter schnell betiteln,
der beim Verhör zusammenbricht,
so bringt ins Dunkle sie das Licht.
Im Karneval die Jecken schunkeln
im Rampenlicht und nicht im Dunkeln.
Denn schunkelt man ganz ohne Licht,
sieht man die Schunkelrichtung nicht.

Im Stadttheater hört man‘s knallen,
das Bühnenlicht ist ausgefallen,
jetzt kann Mephisto nichts mehr sehen,
wohin muss er als nächstes gehen?
Prompt fällt er von der Bühne Rand,
ruft noch im Fallen ganz markant:
„Ich sehe Dr. Faustus nicht,
in diesem Akt brauch‘ ich mehr Licht!“
„Es werde Licht“, sprach Gott der Herr,
so fiel es ihm viel leichterer,
den ersten Menschen zu erschaffen
als Gegenstück zum Menschenaffen.
Jetzt kann ich Gott, den Herrn, versteh´n,
denn ich hab mich bei Licht beseh´n.
Ich gleiche nicht den Menschenaffen,
die oft mich als verwandt begaffen.

@Copyright Text und Bilder: Melda-Sabine Fischer – Näheres zu ihrem Autorenleben siehe Profil
Es wusste schon der Sonnenkönig:
Ganz ohne Licht, da sieht man wenig.
„Mehr Licht!“ ist auch, was Goethe rief,
worauf er kurz danach entschlief.
Fehlt auf der Erde Sonnenlicht,
dann wüssten wir zum Beispiel nicht,
wann wär‘ es Tag, wann wär‘ es Nacht,
das Chaos wär‘ perfekt gemacht.
Pflegst Du im Dunkeln zu verweilen,
die Depressionen Dich ereilen.
Du brauchst mehr Licht, was Dich belebt
und Deine Stimmung wieder hebt.
Fehlt Dir beim Lesen gutes Licht,
siehst Du des Buches Zeilen nicht.
Mit dunklen Funzeln, die nichts taugen,
verdirbst Du Dir nur Deine Augen.
Fehlt in der Kneipe helles Licht,
ermutigt dies den Bösewicht,
zu fassen rasch in fremde Taschen,
um etwas Bargeld zu erhaschen.
Zu grelles Licht erzeugt meist Frust
bei dem Genuss der Fleischeslust.
Die prüde Frau mag gar kein Licht
bei dem Vollzug der Ehepflicht.
Ein Fußballspiel zur Abendzeit
erzeugt mitnichten Heiterkeit,
wenn ohne Flutlicht fehlt die Sicht,
man sieht das Tor beim Strafstoß nicht.

Fährst Du im Auto ohne Licht,
siehst Du die Bäume vor Dir nicht.
Du kannst den Pappeln und den Eichen
im Dunkeln lichtlos nicht mehr weichen.
Auch der Chirurg, der operiert
und ohne Licht das Messer führt,
der ließe dieses besser bleiben,
er könnte den Patient entleiben.
Die Polizei, sie will ermitteln
und einen Täter schnell betiteln,
der beim Verhör zusammenbricht,
so bringt ins Dunkle sie das Licht.
Im Karneval die Jecken schunkeln
im Rampenlicht und nicht im Dunkeln.
Denn schunkelt man ganz ohne Licht,
sieht man die Schunkelrichtung nicht.

Im Stadttheater hört man‘s knallen,
das Bühnenlicht ist ausgefallen,
jetzt kann Mephisto nichts mehr sehen,
wohin muss er als nächstes gehen?
Prompt fällt er von der Bühne Rand,
ruft noch im Fallen ganz markant:
„Ich sehe Dr. Faustus nicht,
in diesem Akt brauch‘ ich mehr Licht!“
„Es werde Licht“, sprach Gott der Herr,
so fiel es ihm viel leichterer,
den ersten Menschen zu erschaffen
als Gegenstück zum Menschenaffen.
Jetzt kann ich Gott, den Herrn, versteh´n,
denn ich hab mich bei Licht beseh´n.
Ich gleiche nicht den Menschenaffen,
die oft mich als verwandt begaffen.

@Copyright Text und Bilder: Melda-Sabine Fischer – Näheres zu ihrem Autorenleben siehe Profil