Was bleibt von dir?
Wenn ich an uns fühle,
spüre ich eine Nach-verletzung mit Fernwirkung.
Der Schorf der Wunden ist zwar verjährt,
nichts dämpft jedoch die Erinnerung
an unsere Dramen und Ekstasen.
Denn Kampf und Versöhnung,
Verletzung und Trost,
Zweifel und Überhöhung waren unser Motto.
Keine Grautöne beruhigen die Bilder
und die Frage nach Schuld.
Du bist Teil meines Bewusstseins
geprägt als tiefe Erinnerung.
Ich kann dich sehen und mit dir sprechen
Ich kann dich in mir fühlen.
In Träumen antwortest du mir sogar.
Als ich dich vor einigen Jahren wieder traf
überlagerte die Trauer über das (Un)Mögliche
die Wahrnehmung des Augenblicks.
Ich habe mich wieder zurückgezogen
In mein Seelenboot.
Und suche dein Traumbild
In den Spiegeln der Welt.