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drei

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  1. Ich besitze keinerlei Erfahrung. Ich bitte um Rückmeldung zu Schreibstil und Rechtschreibung. Und allgemein dazu, was man denkt, wenn mans liest. Ergibt es einen Sinn? Ich bin betrunken. Also könnte es ein an Reflektion mangelnder Versuch gewesen sein. In diesem Fall bitte ich um Verzeihung. ----- «Willst du eins trinken?» fragte John die hübsche Blondine. Er war soeben nervös in die Bar hineingestampft, erblickte die Frau, und entschloss sich seine Ängste ein für alle Mal zu besiegen indem er sie anspricht. «Ja klar, ein Bier!» erwiderte sie lächelnd. John hatte mit dieser Antwort nicht gerechnet. «Ich meinte das ernst! Das war kein Witz! Ich wollte dir einen Drink spendieren! Aber wenn du mir so kommst… Vergiss es!» dann wandte er sich ab von ihr und steuerte den Ausgang an. Als ihm auffiel, dass die Schnürsenkel seines linken Schuhs sich gelöst hatten, stoppte er, ging in die Knie, verlor das Gleichgewicht, begann auf die rechte Seite zu stürzen, konnte sich im letzten Moment mit der rechten Hand vor dem endgültigen Sturz bewahren, schnürte sich den Schuh zu, und stand wieder auf. Dann blickte er zur Blondine und stellte fest, dass sie mit einem anderen Typen sprach. Er visierte wieder die Tür an, versuchte sie aufzustossen, stellte fest, dass man ziehen musste, gelangte nach draussen, und rannte zur nächsten Bushaltestelle. Es war zwölf nach sieben. Der nächste Bus würde in genau vier Minuten fahren und war einige Blocks entfernt. Im Bus angekommen, nahm er im vorderen Teil Platz und blickte er aus dem Fenster. Er beobachtete gerade den Wald, als der Bus plötzlich in einen Tunnel fuhr. John konnte sich nicht vorstellen, dass es normal wirkt, in einem Tunnel aus dem Fenster zu blicken, also blickte er nach vorn. Ihm gegenüber sass eine hübsche Brünette. Sie lächelte ihn an. «Warum sollte ich mit dir reden? Wenn wir fertig sind, sprichst du sowieso sofort mit einem anderen Mann!» teilte er ihr mit, bevor er aufstand, bis in den hintersten Teil des Busses lief, und dort Platz nahm.
  2. drei

    Nimm mich wie ich bin

    Hi eiselfe,sorry, daß ich deine erwartung nicht erfüllen konnte. aber vielleicht haben wir unterschiedliche vorstellungen von dem, was in ein forum sollte und was nicht. daraus schließe ich, daß ich deine texte lieber nicht kritisiere, weil ich dir nicht wehtun will, aber auch keine solche antwort lesen, die jede textarbeit eigentlich obsolet macht.ein hinweis noch: jeder dichter schreibt aus dem bauch heraus. der eine geht danach daran, aus dem ergebnis ein handwerklich ordentliches ergebnis herauszuarbeiten, der andere nicht. mir reichte das, was du da geschrieben hast, nicht aus, um damit zufrieden sein zu können. ich würde das auch nicht an die öffentlichkeit geben (weil es eben eigentlich nicht gut genug dafür ist). genau hier scheiden sich wohl die geister.frohes dichten weiterhin. lg W. Ich muss mich da als totaler Banause und Amateur und so weiter jetzt trotzdem einmischen."Was in einem Forum sein sollte" und "was reif genug und vollkommen für dich ist" sind doch zwei verschiedene Dinge. Zu sagen, dass dir das Gedicht nicht gefällt, und zu sagen, dass es hier nichts zu suchen hat, sind zwei verschiedene Dinge. Das erste darfst du ganz bestimmt, das andere halte ich für fehl am Platz. Zu sagen "daraus schliesse ich, dass ich deine Texte lieber nicht kritisiere" halte ich für komisch. Eiselfe bedankt sich ja nur für dein Feedback, und beschreibt, mit welchem Hintergedanken sie das Gedicht veröffentlicht hat. Sie sagt sogar dass sie sie deine Meinung verstehe. Dein Feedback wiederum beschränkt sich auf "nicht reif" und "metrum, das nicht passt". Könnte es sein, dass du Eiselfe auf etwas reduzierst, das du von anderen gewöhnt bist? die frage ist, was will man erreichen, wenn man postet: feedback, das einen weiterbringt, oder lobhudelei. ich habe meine meinung zu verstehen gegeben. das ist eine, nämlich meine. mir dieses recht streitig zu machen, ist eine merkwürdige art, sich auszutauschen.ich empfehle sehr, solche spitzen wie "Könnte es sein, dass du Eiselfe auf etwas reduzierst, das du von anderen gewöhnt bist?" zu unterlassen, das ist erstens unsachlich und zweitens ärgerlich. drittens: wer lyrik schreibt und veröffentlicht, sollte sich zuvor mit den formalen aspekten dessen, was ordentlich formlyrik ausmacht, auseinandersetzen. gehört sozusagen zum handwerk. wer das nicht tut oder nicht getan hat, findet unter dr. gugl aber auch hier im forum kluge anregung. kurz: ich muß nicht die silben zählen, das kann der autor gut selber. des weiteren: wenn ein gedicht schlecht ist, darf das gesagt werden (nennt man meinungsfreiheit). das ist eine qualitative aussage, die ich übrigens begründet habe. ich sprach davon, daß ein text vor der veröffentlichung durchgearbeitet sein sollte (nicht muß, wie ich in meinem 2. beitrag aufführte, jeder darf, wie er will, muß aber auch die kritik ertragen). man kann der ersten replik von eiselfe ohne einführung in die kommunikationswissenschaft entnehmen, was er wirklich gesagt hat. darauf habe ich geantwortet. ich bleibe mal grußlos wie du auch. Es tut mir Leid, dass ich so einen pseudointellektuellen, herablassenden Ton an den Tag gelegt habe. Ich hatte mich in etwas hineingesteigert, das nicht echt war. Nach wie vor denke ich, dass eiselfe deine Kritik doch von Anfang an begrüsste. Und nach wie vor denke ich, dass auch unausgearbeitete Werke Platz haben sollten. Dennoch war meine Intervention in der Art irrational. Ich bin manisch depressiv, und vergesse manchmal was eigentlich ist. Jetzt bin ich zwar betrunken, denke aber, meine Fehler erkennen zu können.
  3. Es ist ein Traum den ich gemischt mit Erinnerungen an Zeiten meines Alkohol- und Drogenmissbrauchs immer wieder habe. Der Punkt aus der Weiten ferne macht mir immer unglaubliche Angst. Fühlt sich jedes mal an wie ein ganz übler Fiebertraum. In einem anderen, ähnlichen Traum, ist eine unendlich lange, weisse Linie im Weltall, und wegen mir wird sie krumm, was das Universum zerstört und mir schreckliche Schuldgefühle macht.
  4. drei

    Nimm mich wie ich bin

    Hi eiselfe,sorry, daß ich deine erwartung nicht erfüllen konnte. aber vielleicht haben wir unterschiedliche vorstellungen von dem, was in ein forum sollte und was nicht. daraus schließe ich, daß ich deine texte lieber nicht kritisiere, weil ich dir nicht wehtun will, aber auch keine solche antwort lesen, die jede textarbeit eigentlich obsolet macht. ein hinweis noch: jeder dichter schreibt aus dem bauch heraus. der eine geht danach daran, aus dem ergebnis ein handwerklich ordentliches ergebnis herauszuarbeiten, der andere nicht. mir reichte das, was du da geschrieben hast, nicht aus, um damit zufrieden sein zu können. ich würde das auch nicht an die öffentlichkeit geben (weil es eben eigentlich nicht gut genug dafür ist). genau hier scheiden sich wohl die geister. frohes dichten weiterhin. lg W. Ich muss mich da als totaler Banause und Amateur und so weiter jetzt trotzdem einmischen. "Was in einem Forum sein sollte" und "was reif genug und vollkommen für dich ist" sind doch zwei verschiedene Dinge. Zu sagen, dass dir das Gedicht nicht gefällt, und zu sagen, dass es hier nichts zu suchen hat, sind zwei verschiedene Dinge. Das erste darfst du ganz bestimmt, das andere halte ich für fehl am Platz. Zu sagen "daraus schliesse ich, dass ich deine Texte lieber nicht kritisiere" halte ich für komisch. Eiselfe bedankt sich ja nur für dein Feedback, und beschreibt, mit welchem Hintergedanken sie das Gedicht veröffentlicht hat. Sie sagt sogar dass sie sie deine Meinung verstehe. Dein Feedback wiederum beschränkt sich auf "nicht reif" und "metrum, das nicht passt". Könnte es sein, dass du Eiselfe auf etwas reduzierst, das du von anderen gewöhnt bist?
  5. drei

    Angst und Scham und Reue

    Es war ein riesiger Würfel, auf einem noch grösseren Feld, in einem unendlichen Wald. «Wie bin ich hierhin gekommen? Wo war ich vorher?» fragte sich der Mensch, und blickte in den Himmel, wo er nichts sah als Schwärze und einen einzigen Stern, der so hell strahlte, dass er zumindest einen gefüllten Sternenhimmel samt Mond hätte ersetzen können. Der Wald bestand aus alten, grossen Bäumen, deren Gattung nicht erkennbar war. Der Würfel bestand aus makellosem, weissem Stein, und war in der Länge wie Höhe so gross wie zehntausend der Bäume aneinandergereiht es wären. Genau vor der Mitte des Würfels stand der Mensch. In Gedanken sah er von weitem einen riesigen Würfel, auf einem noch grösseren Feld, in einem unendlichen Wald. Genau vor der Mitte des Würfels war ein kleiner Punkt auszumachen. «Bin das ich? Woher kommt dieses Bild?» dachte er, bevor er das Gedankenbild abschüttelte, und sich erneut auf seine Umgebung zu fokussieren begann. Er blickte nach links, und sah der Wand des Würfels entlang bis in den Horizont, der aus Wald und Schwarz bestand. Er blickte nach hinten, und sah Bäume, vierzig Mal so gross wie er es war. Er blickte nach rechts, und sah ein regelrechtes Spiegelbild der Szene links von ihm. Er blickte nach oben, und sah nichts als schwärze und einen einzigen Stern, der so hell war, dass er einen Sternenhimmel mitsamt Mond hätte ersetzen können. Nun blickte er nach vorn, und erblickte in der weissen Wand eine dunkle Öffnung, eine einzige Länge seines Körpers entfernt. Sie war quadratisch, und etwas grösser als er. Der Mensch machte einen Schritt nach vorn. Es kam in ihm keine Angst auf, also machte er einen zweiten Schritt. Es kam in ihm Neugier auf, also machte er einen dritten und vierten Schritt. Jetzt beugte er sich nach vorn, sein Kopf eine einzelne Fingerlänge von der Öffnung entfernt. Er beugte sich weiter vor, nun war sein Kopf in der Öffnung. Er erblickte Dunkelheit. Wiederaufrichten wollte er sich. Doch er blieb gebeugt stehen. Sein Körper folgte ihm nicht. Gelähmt er war. «Ich spüre meinen Körper nicht, wo könnte ich sein?» Es war schwarz. In seinem Kopf jetzt kein Gedanke, nur Angst und Gedankenfragmente. Die Fragmente einer Szene, in welcher zu sehen sind ein unendlicher Wald, darin ein riesiges Feld, darin ein grosser, weisser Würfel, in der Mitte davor ein einzelner Punkt. Der Punkt bewegt sich auf den Würfel zu. Plötzlich empfand der Mensch, in die dunkle Öffnung gebeugt, Angst und Scham und Reue. Er versuchte zu schreien, wollte dem Punkt im Gedankenfragment etwas mitteilen, ihn stoppen, doch blieb stumm, sein Kiefer geschlossen.
  6. Ich habe mich die letzten vier Tage von meinem Rück- und Ausfall erholt, und lese deine Antwort erst jetzt: Vielen, vielen Dank, deine Rückmeldung bedeutet mir viel!
  7. Wie in meinem "Hallo bin neu hier" Post erklärt, habe ich keine Ahnung vom Dichten, folgendes ist einfach gerade. Es ist dumm, ich mache es trotzdem. Als würde ich dem Advenzkalender alle Schockolade auf einmal entnehmen. Dann an Überzuckerung sterben und mir den grossen Wechsel vornehmen. Nie mehr so viel Schockolade an einem Tag Es am übernächsten Tag schönreden weil ich sie doch sehr mag Dann plötzlich an der Kasse, ich beim zu zahlenden Betrag erblasse: Dreissig Franken für nur zwölf Bier? Na gut, den Kassenzettel lass ich mal schön hier Zwar ich alles will dokumentieren Das hier ich darf vergessen, was solls, sich erinnern werden sich meine Nieren Nur drei will ich nehmen, ich öffne das erste Rufe nen Kollegen an, ein Treffen wär doch das Beste Er kann nicht, weil er morgen arbeitet Ich ruf paar andre an, merke, ich bin im Sozialleben gescheitert Nur wenig anrufbare in der Kontaktliste Niemand will, weil ich bin nicht der freundlichste Ich fühle mich scheisse Plötzlich bin ich am elften Bier, und schreibe all das hier Vom Dichten keine Ahnung, empfinden tu ich dabei aber Freude schier Ich hatte mal einen riesen Freundeskreis, mit sechzehn. Mir war das beliebtsein das allerwichtigste, nachdem ich vorher immer der Sonderling gewesen war. Es kam das Kiffen und Trinken, und wegen dem Kiffen wurd ich phobisch psychotisch, mein Freundeskreis ging weg, zum einen weil ich mich nicht mehr traute, zum andern weil mich alle komisch fanden. Jetzt geb ich nichts darauf, was andre von mir halten. Wenn ein Freund sagt, er zweifle an den Dokumentationen des Holocaust, es könne garnicht so viel Tote gegeben haben, dann mage ich nicht erklären, was ich früher immer tat. Ich erkläre nur, dass er ein idiotisches Arschloch ist, und gehe weg.
  8. Es war einmal ein kleines Ungeheuer. Es stank ungeheuerlich. Die Gene waren die eines Menschen, doch seine Gestalt war nicht die eines Menschen: Einen Meter hoch und dreimal so breit, mit klitzekleinen Armen, die ihm bis zu den Rippen kamen. Seine Hautfarbe war violett, und sein Gesicht durchzogen von einem Grinsen, das seine gelben Zähne zeigte, und seine normale Mimik darstellte. Lippen hatte es keine, den Mund konnte es nicht schliessen. Die Welt, in der es lebte, war leblos. Sie war so leblos, es fand sich kein höheres Leben darauf. Wüsten, kahle Wälder, ausgetrocknete Seen und ein verschmutzer, grüner Ozean. Blumen wuchsen, doch statt Blüten hatten sie Zähne. Schnecken waren sich das Essen der Blüten natürlich noch von früher gewohnt. Nun könnte man meinen, dass die Zähne der Blumen gekonnt zur Wehr setzten. Zur Wehr setzten sie sich, ja. Die Schnecken allerdings waren auch nicht mehr das, was sie einmal waren. Deren Häuser waren schwarze Löchlein. Diese Löcher sogen die Zähneblüten ganz einfach ein. Die Schnecke war müde. Ihr Haus war sehr schwer. Die Schnecke war ja sehr froh darum, ein prächtiges Haus zu haben. Aber musste es grad ein schwarzes Löchlein sein? Sie schleifte sich durch das Tentakelgestrüpp, das ihr Freund, die Schildkröte, hingebracht hatte. Das Haus, also der Panzer, der Schildkröte war nämlich ein Wurmloch, und so wurde die Welt kontinuierlich um exotische Gegenstände bereichert. Die Schnecke schlurfte dahin und schlurfte dahin. Plötzlich war sie dahin. Das violette Ungeheuer hat sie gegessen. Schnecken sind seine Lieblingsspeise. Es hat ihm sehr geschsneckt.
  9. Ich kann das sehr nachempfinden. Mein Gehirn hat heute Exkursion. Es haben sich zu viele Gedanken angemeldet, und jetzt ist fast niemand mehr im Betrieb. Insbesondere die PR Agentur, die für die soziale Kommunikation zuständig ist, ist unterbelegt. Die Ingenuere und Techniker sind alle da. Die wollen nicht vor die Tür. Allerdings funktioniert nur das Intranet. Sie können deswegen keine Informationen an Dritte weitergeben.
  10. drei

    Einatmen, Ausatmen

    Hallo Scathach! Vielen Dank für deine liebe Rückmeldung! Ich fühl mich hier schon puddelwohl lg
  11. drei

    Einatmen, Ausatmen

    Ach herrje wie peinlich von mir! Dass ich darauf nicht gekommen bin... Leser Ich. Alles klar. Ja, du sprichst mir aus dem Herzen! Mann will das nichts da ist, dann ist nichts da, fürchtet, grübelt, definiert dieses, und schon hat man etwas, das da ist. Wie wenn im Leben alles gut läuft, man dann anfängt darüber nachzudenken warum es denn ausgerechnet gut läuft, plötzlich hat keine Gedankenkraft, und zuverlässig alles zusammenbricht.
  12. drei

    Einatmen, Ausatmen

    Das gefällt mir. Woher ist das? Was ist das LI? Ich finde es nicht über die Suchmaschine.
  13. drei

    Einatmen, Ausatmen

    Um Rekursion zu verstehen, muss man zuerst Rekursion verstehen. Entsprechende Berufausüber wissen natürlich, was sie ggf. zu sagen, zu tun, zu denken haben. Allerdings stehst du im Mittelpunkt, du sprichst dich aus, um dich aber eigentlich selbst zu hören, um dich selbst zu verstehen und dann einen Weg zu erkennen, den du gehen kannst. Ja, das stimmt. Wie ich mittlerweile weiss, hilft zu einem Blatt Papier zu sprechen ebenfalls. Das verunsichert mich weniger als eine therapeutische Person. Bei denen entsteht so eine Art Rückkoppelung, die meine Gedanken aushebelt. Keine Ahnung wie ich's beschreiben soll. Das Gefühl ist vergleichbar mit jenem, das man hat, wenn man beim Telefonieren die eigene Stimme verzögert hört. Ich stocke dann immer beim Sprechen, weil mich mein eigenes Feedback verwirrt. Hm - nach einer Explosion (entstanden aus Trauer, vielleicht auch innerer Wut) die Ruhe zu finden - du hast eine Möglichkeit gefunden, auch wenn diese eventuell eher unangenehm auf Dauer wäre. Wie beim Popcorn. Aggressives Poppen, leckeres Resultat. Bei mir trauriges Weinen, gutes Resultat. ______________________________________________________________ Hätte ich nur genügend irdische Zeit, grundsätzlich ausreichend Zeit, hm... :/
  14. drei

    Einatmen, Ausatmen

    Ich hatte soeben auf dem Sofa im Wohnzimmer versucht zu schlafen, und dabei einen Nervenzusammenbruch erlitten. Es war meine dritte Woche in der Psychiatrie, und in meinem Zimmer schnarchten die zwei Zimmergenossen im Kanon, während der eine Opiumabhängige in unregelmässigen Abständen zu röcheln und nach Luft zu schnappen begann, um sich dann schmatzend wieder dem Tiefschlaf zu widmen. Meine Ohrstöpsel schossen immer wieder aus meinen Ohren, und mein Kopf produzierte permanent Ideen, die ergründen sollen, warum mein Kopf permanent Ideen produziert. Also war ich zum Sofa gegangen, auf dem ich darüber nachdachte, ob ich verrückt bin. Was wenn ich verrückt bin, es aber nicht realisiere? Es mir aus Nachsicht niemand sagt? Ich bin hier schliesslich in einer Psychiatrie, und ich kenne sowieso niemanden mehr der mich noch kannte als ich gesund war. Vielleicht bin ich wie der nackte Mann, dem alle zulächeln wenn er einkaufen geht? Vielleicht interpretiere ich all die Freundlichkeit, der ich hier begegne, falsch? Diese Vorstellung machte mir Angst. Meine Gedanken dazu waren unvollständig, dafür penetrant und unaufhörlich wie das Schnarchen meiner Mitpatienten. Vielseitig wie ein in der Wut zerknittertes Stück Zeitungspapier. Schon seit längerem las ich Tag für Tag Zeitung, ohne dass ich mitkriege was ich am Lesen bin. Meine Gedanken unterbrechen mich beim Lesen, und sie unterbrechen mich beim Denken. Mit jedem Herzschlag rast ein neuer Impuls durch meinen Schädel, unterbricht einen potentiell hilfreichen Gedankengang, und erbaut ein neues Konstrukt eines invaliden Welt- und Selbstbildes. Ich vergesse, was vor Minuten in meinem Kopf vor sich ging. Skepsis und Angst kommen aber immer wieder. Skepsis und Angst sind die Konstante in meinem Leben. Zuversicht und Hoffnung stellen sich immer wieder als Irrtum hinaus. Denn bestätigt wurde ich in Zuversicht stets von Ärzten und Therapeuten. Dass das ihre Berufung ist, fährt mir immer wieder ein. Bei Gesprächen mit Therapeuten öffnete ich unwillentlich immer wieder Pandoras Box: Aus meinem Mund kamen Dinge, ganz viele Dinge. Manchmal ergaben sie Sinn, manchmal nicht. Nie jedoch hatten diese Dinge mit dem zu tun, was in meinem Kopf vor sich ging. Ich lag auf dem Sofa, und plötzlich war es so weit. Es war etwa Zwei Uhr nachts. Meine Sprache produzierende Sprachbarriere hatte es geschafft. Ich zerbrach. In Tränen aufgelöst ging ich zur Pflege und erzählte. Alles auf einmal. Sie verstand nicht. Doch das spielte keine Rolle. „Einatmen, ausatmen….“ Das machten wir einige Minuten lang. Danach unterhielten wir uns eine gute Stunde über Gott und die Welt. Über Naturverbundenheit und den Geist . Dann konnte ich schlafen. Zum ersten Mal seit langem.
  15. Ja, der merkwürdige Gang! Jede Beinbewegung fühlt sich so unnatürlich und falsch an! Wie hört man auf sich darauf zu achten? Ich kann ja auch nicht, nicht an einen rosaroten Elefanten denken! Das mit dem Metal hab ich schon lange nicht mehr versucht, werde es morgen mal wieder machen!
  16. drei

    Original Never Ending Story

    Es war einmal ein Riese der hatte eine kleine Schwester. Ihr Name Anneliese Sandmann Sie war nicht glücklich über ihre Schuhgröße. Denn sie hatte zu grosse Füße. Damit konnte sie kaum einen Schritt laufen. Aber es bestand noch Hoffnung für sie, denn ihr Arzt gab ihr ein Zäpfchen. Dieses wurde unter die Haut transplantiert. Nach einer Woche konnte sie schon etwas an ihrer Fussgrösse feststellen. Sie war darüber nicht nur sehr erfreut, sondern gelang es auch bei ihren Rückenschmerzen endlich mal wieder die nicht zu verachtende Welt zu genießen. Diese hatte sich aber inzwischen in eine noch düstere verwandelt. Aber das ist nicht mein Problem, was die Menschheit mit dem Planeten gemacht hat sollen sie auch wieder selbst ausbaden. Eddy ihr Bruder musste sich mit solchen Problemen nicht beschäftigen, da er solche Kleinigkeiten nicht für wichtig hielt. Er kümmerte sich lieber um wichtige Dinge wie Omas Einkäufe im Einkaufswagen zu packen und erschwerte alltägliche Aufgaben zu erledigen. Oma Riese war doch nicht mehr ganz da in ihrem geistigen Hirn. Viele Gedanken machten sie wahnsinnig und sie erlaubte es, dass Schläge an ihrem kleinen Hinterkopf Wirkung zeigen konnten. Aber sie hatte ein großes Herz. Dennoch machte sie sich oft Gedanken über die Zukunft. Wird schon irgendwie klappen. Jedoch kam Oma aus Afrika. Das kleine schwarze Kleid stand ihr sehr gut. Er grüsste Sie immer nur mit "Hallo". Das war auch so gedacht, als altes Spiel zwischen den beiden. Plötzlich passierte in der Orthopädiepraxis was völlig Unerwartetes, womit niemand gerechnet hatte. Anneliese nahm seinen Umhang und ging zur Geschlechtsumwandlung, leider, weil sie als Mann im falschen Land geboren war. Nichts war wie Wrestling darum konzentrierte sie sich auf die Aufgaben, welche der alte Sam damals von seinem Urgroßvater aus gelernt hatte. Und dies musste sich erst mal durchsetzen. Am Tag vor dem gestrigen Unwetter konnte ich noch normal die gesamte Zeit sehen wie durch den Spiegel unerwartet ein Gnom häßlich wie die Merkel, erregte meine Seele. Der große Riese hieß Ludwig. Er hatte ein schweres Leiden, seine Schwiegermutter, meldete den Vorfall, bei der Therapeutin. Doch diese hatte keine Zeit. Deswegen suchte er wie wahnsinnig in Telefonbüchern nach einem Eintrag von seiner besten Freundin Laura. Schließlich wurde sie nicht unbekannt angezeigt. Sie war immerhin eine prominente Schauspielerin die überall gerne mit Sekt in der Hand gesehen war. Ihre erfolgreichste Rolle war damals ihre eigene Jugendverfilmung die "Schöne und das Biest" in einem eigens dafür gebauten Schloß, welches ihr aber nicht perfekt vorkam. Sie war damit einfach nicht zufrieden. Ludwig von Sandmann war krank. Richtig gesund werden konnte er nur mit einer Medizin für den Magen. Doch diese war nicht gerade einfach zu bekommen. Aber selber konnte man das herstellen vergessen, also musste man jemand finden, der es konnte. Und dies war nicht gerade einfach. Dennoch Hexen gab es. Man mußte nur welche finden. Im Wald kochten gerade einige dieser dunklen Gestalten einen übel riechenden Zaubertrank. Dieser blubberte dampfend vor sich hin. Aber wie sollte man den nur bekommen? Einfach fragen wäre wohl nicht die beste Lösung gewesen. Vielleicht könnte es heimlich geschehen, wenn sie schlafen würden. Also mußte jemand beobachten, wann sie zu Bett gehen und sich schlafen legen würden. Doch dieses mal konnte es nicht klappen.
  17. drei

    16.06 Mein Geist ist wieder krank

    Ich wartete auf den Bus. Ich stand da, und starrte den Boden an. Zu müde um umher zu blicken. Auch zu unsicher. Denn Herumblicken kann verführerisch sein, und meine Gier gross. Ich riskiere wie eine Taube meinen Kopf zu bewegen, wenn ich etwas anderes als den Boden betrachte. Mein Kopf. Nicht der Geist, sondern der physische Kopf. Ich kann ihn nicht gerade halten. Er möchte sich bewegen. Er zuckt ständig. Das führt zu Popcorn, Schnitzel oder anderen Dingen am Boden. Manchmal möchte ich still sitzen. Im Kinosaal nicht auffallen. Popcorn am Boden ist auffällig, wenn ich zuckend in der Nähe bin. Ich sass gestern im Postauto von Aarberg nach Bern. Geplagt von Impulsen, die sich in meinem Rücken und Kopf austobten. Stillhalten führte zu noch mehr Zuckungen, also musste ich mit grossem Geschütz dahinter: Ich mühte meinen Arm von meinem Schoss auf den Fenstersims, und lehnte meinen Kopf auf die offene Handfläche. Heute auf dem Rückweg von der Vermissage meiner Grosstante hörte ich zwei Menschen, eine junge Frau und einen jungen Mann, hinter mir laufend sprechen: "...hatte seine Hand so am Fenster, aber vielleicht war das auch nur seine Chill-Pose?" erzählte die Frau, und der Typ dann so ganz entsetzt: "Der Typ hier?" Meine Güte. Spinnte ich? War ich jetzt wieder psychotisch? Warum sollen die denn über mich sprechen? Es gibt doch viele Menschen mit Händen und Fenstern. Aber sie schienen zu lästern. Über mich wurde auch schon gelästert. Das ist bestimmt wieder so ein Fall, wo man über mich lästert. Sie überholten mich, lachten und liefen weiter. Ich lief zur Tramstation. Das Tram war schon eingetroffen. Wenn ich jetzt rennen würde, würde das Tram sofort abfahren. Ich lief langsam zur Haltestelle, kurz bevor ich eintraf fuhr es ab. Auf der Anzeigetafel hiess es, das nächste fahre in zehn Minuten. Der Bus in fünf. Also lief ich zur Bushhaltestelle gegenüber. Der Bus war schon eingetroffen. Wenn ich jetzt rennen würde, würde der Bus sofort abfahren. Ich lief langsam zur Bushaltestelle, und kurz bevor ich eintraf fuhr er ab. Als ich mit dem Bus im Fichermätteliquartier angekommen bin, war ich mit einem mir schon bekannten Problem konfrontiert: Mein Haus liegt ein paar Meter in Fahrtrichtung des Busses, aber auf der anderen Strassenseite. Ein Fussgängerstreifen befindet sich direkt vor der Haltestelle des Busses. Ein anderer etwas weiter hinten. Der Fussgängerstreifen direkt vor dem Bus barg zwei Gefahren in sich: Erstens: verunsichert mich die Lage mit der Weiterfahrt des Busses. Denn wenn ich sicherheitshalber auf der einen Strassenseite stehenbleiben möchte, bis der Bus abgefahren ist, ergibt das meistens, dass der Busfahrer mich freundlicherweise vorlassen möchte. Das führt uns zu Zweitens: Es gibt Autos, die überholen wartende Busse. Es handelt sich um eine Zweibahnstrasse, aber das ist den Überholenden egal und ich sehe durch den Bus nicht durch. Wenn der Busfahrer nun auf meine Überquerung der Strasse freundlicherweise wartet, bin ich selbstverständlich auf die rasche Durchführung dieser konzentriert. Abrupt abfallen würde meine Konzentration dann, wenn ich ein Geräusch höre, das von einem Fahrzeug stammen könnte, welches den Bus zu überholen gedenkt. Damit dieses nicht in mich hineinfährt, bleibe ich jeweils kurz stehen, was mich in Sicherheit wiegen lässt, aber vom Ziel abbringt, den Bus nicht lange warten zu lassen. In dieser prekären Situation habe ich mich heute für den Fussgängerstreifen hinter dem Bus entschlossen. Beim überqueren dieser begann ich meinen Entscheid zu bereuen, denn erstens machten x andere Fahrgäste genau das, was ich so fürchtete: Sie gingen vor dem Bus über die Strasse. Und zweitens sah meine Laufstrecke doch jetzt enorm komisch aus. Da steigt jemand aus dem Bus, läuft zurück in die Richtung wo der Bus hergekommen ist, wartet bis die Fussgängerampel auf grün steht, überquert die Strasse, läuft wieder in Fahrtrichtung des Busses, und geht in seine Wohnung quasi direkt gegenüber der Bushaltestelle. Beim Fussgängerstreifen vor dem Bus hätte es nicht einmal eine Fussgängermpel gehabt.
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