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9.4.2012

9.4.2012

Liebe Babsi,   ihr Foto erfüllte mich heute über den ganzen Tag mit beschwingter Heiterkeit. Wie bin ich ihr dankbar, dass ich an solch einem trüben Tag so viel Schönheit sehen darf! Ich weiß nicht, soll ich ihre Augen mit dem leuchtenden Blau des seichten Meeres an einem hellen Sandstrand vergleichen oder das Meer mit ihren Augen? Doch warum überhaupt vergleichen? Warum alte und benutzte Worte gebrauchen für einen wonniglichen Eindruck, der so spontan in meinem Geiste entsteht und mei

Schmuddelkind

Schmuddelkind

Es geht schon wieder los  ( 09.04.20 )

Es geht schon wieder los ( 09.04.20 )

Der erste Schock über die Auswirkungen der Pandemie und die dadurch entstandenen Einschränkungen sind gerade erst verdaut, da wird einem schon wieder Neues und Schwerverdauliches aufgetischt. Dabei befand ich mich gerade in einem Hochgefühl der Verbundenheit mit meinen Mitmenschen. Die Hilfsbereitschaft und Anteilnahme zahlreicher meiner Artgenossen, an den weltweiten Schicksalen, haben mich tief gerührt und mein bis dato vorhandenes Menschenbild, doch wesentlich farbenfroher und positiver ge

Freiform

Freiform

Rückblick

Rückblick

Rückblick - März 2018   Gestern sah ich dich. Ich glaube mir blieb für einen Moment das Herz stehen, nur damit es danach unsanft gegen meine Rippen hämmerte. Ich vergaß zu atmen. Deine Augen waren ein durchdringendes Glühen und deine Lippen verzogen sich zu einem spöttischem Grinsen. Hier. Bei der Beerdigung deiner Mutter. Und du hattest nichts Besseres im Sinn als die kümmerlichen Reste deiner Macht mit allen Mitteln auszuspielen. Du hast verloren. Das Spiel ist vorbei, hör endl

Lichtsammlerin

Lichtsammlerin

Die Anderswelt

Die Anderswelt

Die Anderswelt     Wie so oft gehen ich an meinen Lieblingsort der Stille und Muße.   Eigentlich ist es ein Automatismus, der mich in ein kleines überschaubares Wäldchen unweit meines Hauses gehen lässt, an dessen einem Rand ein brach liegender Acker grenzt und am anderen Ende scheint es, als ob sich der Himmel mir zu Füßen gelegt hätte. Durch die Tannenkronen bricht die Nachmittagssonne und flutet den Waldboden in ein geheimnisvolles Licht.   E

Sternwanderer

Sternwanderer

8.4.2012

8.4.2012

Und dennoch Babsi,   ich bleibe dabei: wie könnte ich einer regelmäßigen Beschäftigung nachgehen, wenn ich bereits in der Ruhe so rastlos bin? Aber sprechen wir nicht mehr davon! Dein aufrichtiges Interesse an meinen Gedichten ist rührend und soll nicht unbefriedigt bleiben; darum hier meine neuste Arbeit: Mein Grab   Ich habe mir ein hübsches Grab bestellt, wo ich zur Nacht, wenn ich nicht schlafen kann auf feuchter Erde meine Ruhe finde.   Dann sage

Schmuddelkind

Schmuddelkind

Schlange stehen mit Jupp & Otto (06.04.20)

Schlange stehen mit Jupp & Otto (06.04.20)

Jupp: Siehste dat, Otto! Dat kann ja jetzt nich wahr sin, die komme doch zu zwoat zum Einkaufe, damit wir alle noch länger warte können! Otto:  Ach Jupp, guck doch ma hin, die sind doch frischverliebt, können sich noch net voneinader trenne. Jupp: Ja und? Deshalb soll ich länger warte? Und guck ma die do, die stehen viel zu weit auseinander, wenn dat jeder machen tät, stehma morge noch hier. Otto:  Du bis ja wieder druf, deshalb dauert dat doch net länger, wir steh halt nur wat weiter wech.

Freiform

Freiform

Zweiter Brief vom 6.4.2012

Zweiter Brief vom 6.4.2012

Babsi!   Etwas tun soll ich?! Und dann gleich etwas Sinnvolles? Du meinst also, ich sei untätig. Sei dir dessen versichert, dass kaum eine viertel Stunde vergeht, ohne dass ich zum Stift greife, um irgendetwas zu schreiben, irgendeinen Gedanken, ein Gedicht oder einen Brief. Ich schreibe wie ein Getriebener in der Hoffnung, wenn es auf Papier sei, dann sei dieses ganze schwere Gift aus meinem Herzen und meinem Körper geschieden. Dennoch, du hast recht: ich tue nicht genug. Ich schreibe

Schmuddelkind

Schmuddelkind

Erster Brief vom 6.4.2012

Erster Brief vom 6.4.2012

Liebe Babsi,   heute hat sie's mir wieder geschrieben: "Ich vermisse dich!". Es ist, ich verstehe es, das Unschuldigste und Liebste, das ein Geschöpf äußern kann, indem sie es schreibt, voller natürlicher und herzlicher Hinneigung, der reinste Ausdruck eines gutmütigen Wesens. Aber es ist ein Verbrechen vor der Verletzlichkeit einer zarten Natur, wenn sie es mir schreibt. Was hat sie für ein Recht, mich zu vermissen, wenn ich kein Recht habe, etwas daran zu ändern? Und in dem Augenblic

Schmuddelkind

Schmuddelkind

Seuchenbericht ( 05.04.20 )

Seuchenbericht ( 05.04.20 )

Wochen der Seuchenbekämpfung sind vorüber und erste gesicherte Erkenntnisse liegen vor, wie es um unser Land steht! Die Toilettenpapier Krise hat sich weiter verschärft. Da keine Atemmasken mehr zu ergattern sind, wurden zahlreiche Hamster gesichtet, die sich inzwischen mit ihrem Vorrat den Kopf umwickeln. Die Presse hat auch schon eine angemessene Bezeichnung für diese Personen gefunden: brainless hamster toilet paper mummis Die Menschenleeren Straßen verführen immer mehr Spaziergänger

Freiform

Freiform

5.4.2012

5.4.2012

Liebe Babsi,   ich bin ein entzweiter Mann! Gestern hatte sie Geburtstag. Wie wild schlug mir mein Herz vor Freude und Aufregung, als sie mir schrieb, sie wünsche sich kein Geschenk sehnlicher, als dass ich sie anriefe! Und doch, wie war es mir zugleich so schwer! Wie kann mir diese wunderschöne Stimme, die mir so viel wert ist, eine Strafe für mein Verlangen sein? Die schlimmsten Fehler, die wir machen, sind unvermeidlich. Kann ein Mensch sich einen anderen Menschen aussuchen? Nein, e

Schmuddelkind

Schmuddelkind

Schönes Wochenende

Schönes Wochenende

Die anständige Frau     Folgenden Satz las ich einmal – wobei grundsätzlich ausdiskutiert werden müsste was „anständig“ bzw. „unanständig“ ist.   "Wenn der Mann ausgeht um sich zu amüsieren, darf sich die Frau dann auch amüsieren gehen oder ist sie dann keine anständige Frau?"   Die Frage habe ich für mich wie folgt beantwortet: Wenn die anständige Frau ausschließlich Anständiges tut, dann spricht für die anständige Frau die ausschließlich Anständiges tut nic
Ich habe Frei ( 04.04.20 )

Ich habe Frei ( 04.04.20 )

Dachte ich zumindest solange, bis mein Schatz, nicht Smeagol aus „Der Herr der Ringe“, auch wenn durchaus Ähnlichkeiten bestehen, einen Zettel aus der Tasche zieht, der länger ist als die Trilogie selbst. Augenblicklich fällt mir jede nicht vorhandene Farbe aus dem Gesicht und ich falle in eine tiefe Ohnmacht. Mein Schatz spendet sofort Erste Hilfe mit einer, äußerst feuchten, Mund zu Mundbeatmung. Leider hatte sie vergessen, vorher die Fischsemmel auszuspucken, was mir dann doch Atembeschw

Freiform

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Tag neun

Tag neun

In Detmold wollte ein Mann demonstrieren, dass der Corona-Virus absolut harmlos ist. Also schlich er sich in die Intensivstation eines Krankenhauses ein, um dort die Krankenhausabfälle zu stehlen, einzukochen und die Dämpfe zu inhalieren. Er starb an mehreren Krankheiten, u.a. Corona. Corona ist natürliche Auslese in Zeitraffer. 
3.4.2012

3.4.2012

Ach Babsi,   bald füllt sich der Mond zum ersten Male seit... Und ich denke an den letzten Vollmond, in dessen mildem Lichte ich mich ihr so nahe wähnte. Auch denke ich an sie. Vielleicht blickt sie auch gerade gen Himmel und erkennt, dass wir vor des Mondes Angesicht an demselben Orte sind und gemeinsam in die Ferne blicken. Ach, irriges Geschwätz! Wieso sollte sie? Allerdings ist sie mein Mond und ihrem geruhsamen Wesen ist meine ganze Unrast zugedacht.  
Tag acht

Tag acht

Mit dem Aufwachen dürstete mir nach spiritueller Versenkung. Daher habe ich den ganzen Tag dafür genutzt, jede einzelne Internetseite zu durchforsten. Mein Fazit: drei Sterne. Mir ist übrigens aufgefallen, dass das Internet voll von Verschwörungstheorien ist. Ich denke, die Regierung verbreitet über das Internet sämtliche Verschwörungstheorien, um die Menschen gegen Fakten zu immunisieren, bis unsere Gehirne für die totale Staatspropaganda empfänglich sind und wir zu willenlosen Ausführorganen e
Gartenarbeit ( 03.04.20 )

Gartenarbeit ( 03.04.20 )

Dank der der detaillierten Anleitung von meinem Schatz, verlief der gestrige Tag und Abend recht ereignislos. Ich durfte wieder in meinem Bett schlafen, und das war auch gut so. Die Nacht auf dem Betonboden, und fünfundzwanzig Mal den gesamten Fußboden mit dem Staubsauger abfahren, war doch sehr anstrengend und ich hatte überall Muskelkater. Als ganzer Kerl ließ ich mir natürlich nichts anmerken, aber ich muss doch mal googeln, wie oft man beim Saugen den so über ein und dieselbe Stelle saugen m

Freiform

Freiform

Rettungspaket

Rettungspaket

Ich höre von schweren Zeiten für die Wirtschaft. Ich höre die Menschen reden von Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit. Ich sehe leere Supermarktregale und noch leerere Straßen.   Ich mache mir keine Sorgen um die Wirtschaft. Ausbeutung fand schon immer seinen Weg zurück in die Börsenkurse. Viele trifft die Arbeits-Situation hart, aber das wird vorüber gehen. Demonstrationen sind im Moment nicht möglich, aber wenn die Rufe nach einem BGE nur laut genug werden, kann diese neuar
Tag sieben

Tag sieben

Es gibt gute Nachrichten! Endlich konnte ich den Antrag auf Corona-Soforthilfe für Freiberufler ausfüllen. Nein, der Antrag wurde noch nicht bewilligt. Nein, er wurde noch nicht einmal geprüft. Ich hatte auch bis dahin noch keinen Kontakt zu einem Verantwortlichen - weder persönlich, noch telefonisch, noch schriftlich. Aber mir wurde endlich erlaubt, den Antrag auszufüllen. Juhuu!   Warum ich mich darüber so freue, bedarf sicherlich Einiges an Erklärung. Seit letzten Freitag um 12 Uhr
Anleitung zum Dienst ( 02.04.20 )

Anleitung zum Dienst ( 02.04.20 )

Ich durfte die Nacht im Keller schlafen, da am Abend noch die eine oder andere Kleinigkeit aufgefallen war, die meine Frau dann doch in Rage brachten. Zum Beispiel hatte ich die falsche Mülltonne an die Straße gestellt, weil ich die Biotonne mit dem Hausmüll verwechselt habe. Jetzt müssen wir den Hausmüll eine Woche zwischenlagern, was ich persönlich nicht so tragisch finde, aber meine Frau und die Nachbarn schon, da wir uns die Mülltonnen teilen. Ich brauchte morgens etwas länger, bis ich wi

Freiform

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1.4.2012

Liebe Babsi,   noch ehe ich mir einen Reim auf all dieses machen konnte, schrieb sie mir gestern wieder: sie habe all meine Gedichte gelesen und präsentierte mir eine Auswahl ihrer liebsten Werke - darunter auch "Perpetuum mobile". Ob ich dies als Geste oder als Offenbarung deuten sollte? Jedenfalls zeigte ich mich überrascht und ergriffen - ich weiß nicht, ob mehr über das Interesse, das sie preisgab oder doch ob der Tatsache, dass sie, nach allem, Gedichte, deren Muse sie war, derart
Tag sechs

Tag sechs

In einem Anfall spontaner Rebellion gegen die Langeweile habe ich heute in den sozialen Netzwerken gepostet, dass Forscher herausgefunden hätten, der Corona-Virus werde durch Blickkontakt übertragen. Man könne sich vor einer Infektion schützen, indem man mit geschlossenen Augen durch die Welt gehe.   Noch ehe ich mein "April, April!" darunter setzen konnte, wurde meine Fantasie zur Realität der Sicherheitsdürstigen. Auf Youtube sah ich Online-Tutorials, wie man sich mit geschlossenen A

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