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Im Wandel des Raumes


aRTFUCK'd

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Die Menschlichkeit ist tot.

 

Zeugnis dafür ist der fortschreitende unaufhaltsame Vorgang der jeglich Leben verfallen lässt während die Tage langsam ineinander fließen.

Wenn der Sinn sich aus den Fäden der Existenz eines jeden Individuums wäscht, entflieht auch der Geist in das einzige Scheinversteck das ihm noch bleibt,

welches den dort Unterkunft Suchenden, so scheint es, einen zum Bestreben verleitenden Sinn gibt.

Welcher jedoch tatsächlich nur aus aussichtslosen Gepflogenheiten und verwirrend verschlungenen Netzen besteht,

so karg doch angemalt um munterer als jeglicher natürlicher Form vermag, zu scheinen.

Jedoch ist all dies nur irreal; die Suche ist längst vergessen, an das Gefundene wurde sich längst gewöhnt.

Die niveaugeprellten Sklaven ihrer selbst erschaffenen zweiten Welt erstummten vor langer Zeit,

der Krieg ist längst verloren.

 

Die Gleichgültigkeit gewann.

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Erstmal ein herzliches Dankeschön!

 

Nun zur Gleichgültigkeit:

Der Text soll den Einfluss der digitalen und medienverseuchten Welt auf den Menschen widerspiegeln. Kinder lachen über Horrorstreifen, von denen frühere Generationen Traumate bekommen hätten, man geht täglich auf facebook, schaut DSDS und andere niveaulose Fernsehproduktionen, liest Bild oder andere Zeitungen, deren Quellen fraglich und Texte meist sogar hetzerisch und verachtend geschrieben sind, der Mensch vergisst was Niveau wirklich bedeutet und legt keinen Wert mehr auf moralische Werte oder Menschlichkeit, er passt sich den Einsen und Nullen an.

Wobei ich aber ganz klar betonen muss, dass ich selbst ein ziemlicher Facebook-Suchtel bin und auch ein iPhone besitze und mich somit auch als einer dieser "Sklaven" sehe.

 

Keinen Menschen interessiert wirklich wer da neben ihm koexistiert und das ist meiner Meinung nach nicht Fortschritt, sondern einfach nur traurig.

 

(Über diese Aussage kann man selbstverständlich diskutieren und ich denke auch, dass es gute Beispiele gibt, die ihr nicht entsprechen oder sie gar widerlegen können. Ich habe den Text in einer ziemlichen Depri-Phase geschrieben aber im Großen und Ganzen, wenn auch vielleicht nicht ganz so extrem, ist es doch mein Bild vom "modernen" Menschen, aber ich bin noch jung und unerfahren, vielleicht ändert sich meine Sicht der Dinge noch)

 

EDIT:

hab' gerade einer Freundin den Text so erklärt, vielleicht hilfts fürs Verständnis:

 

der text geht einfach darum, dass die modernde und alle erscheinungen dieser wie zB facebook, fernsehen, da die ganzen sendungen und so weiter den menschen zerstören und ihn abhängig machen, ihn daran gewöhnen scheiße zu konsumieren und der das so lange tut, bis es ihm schmeckt und dadruch geht eben das menschliche kaputt..gefühle, erbarmen, mitleid all sowas und dem menschen ist einfach alles egal, weil er schon so an diese fabelhafte bunte welt gewohnt ist, dass er die realität nicht mehr kennt

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Ich verstehe die Aussage sowie deine Wahl zum Wort Gleichgültigkeit aber ich finde, dass

Gleichgültigkeit etwas an sich hat ,das auch auf eigenem Zutun basiert .Was dem

sagen wir mal Durchschnittsmenschen eben nicht immer vorgeworfen werden kann.

Jedoch lebt die Kunst des Schreibens von der Unterschiedlichkeit und Unantastbarkeit der künstlerischen Freiheit :mrgreen:

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