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Thomkrates

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  1. Hallo Joshua, wir haben ja schon anderswo erkannt, dass wir grundsätzlich anders ticken. Ich stehe vor deinem Kommentar mindestens genauso verwirrt da, wie du vor meinem Beitrag. Tut mir leid, mehr fällt mir dazu nicht ein. Natürlich ist die menschliche Gewalt, die absichtsvoll erfolgt, eine suizidale Angelegenheit, die nach außen projiziert wird. Und dass Gewalt etwas mit Non-Dualität zu tun haben sollte, wie du andeutest oder schlussfolgerst, kann ich beim besten Willen nicht erkennen. Menschliche Gewalt ist nicht zu dulden, sondern zu ächten und nicht so wie, du, salonfähig zu machen. Hör dir die Nachrichten an, die vom Osten kommen. Friedliche Grüße, Thomkrates
  2. Thomkrates

    Über die Gewalt

    Die Dreistigkeit der Gewalt, vergewaltigt die Psyche des Menschen, sie droht mit dem Schlimmsten, schüchtert ein und will gefügig machen. Sie kann oder will nicht einsehen, dass sie selbst der treibende Motor für den finalen Untergang ist, denn sie spielt eitel mit der maximalen, existenziellen Vernichtung. Diejenigen, die sie therapieren könnten, treibt sie ins Schweigen, weil diese Gewalt sich nicht eingestehen kann, dass sie krank ist und dass sie im Grunde des Teufels Bruder ist. Sie geht davon aus, ihr allein solle alles möglich werden, was sie sich in den Kopf gesetzt habe, und gelingt es ihr nicht gleich, wird mit dem maximal Schlimmsten gedroht. Ihr genügt kein Kompromis, ihr genügt schon gar nicht eine Niederlage, und sie genügt sich noch nicht einmal selbst. Die Welten werden zerstört werden, wenn diese Gewalt nicht zur Einsicht gelangt, denn einsichtig ist sie nicht, da sie blind mit dem Schlimmsten droht und daher nicht weiß, was sie tut. Wüsste sie, was sie tut, würde sie nicht mit der eigenen Vernichtung drohen, die sie auszuschließen scheint, weil sie annimmt, dass aus der schlimmsten Konfrontation sie dennoch als Sieger herausgehen würde. Aber da irrt sie sich. Denn wenn sie die Bomben zündete, würde keiner überleben, auch sie nicht. Hier unterschätzt sie den guten Willen der Menschen, der nämlich nicht dazu neigt, einen Aggressor davon kommen zu lassen, der den ersten, großen, existenziellen Stein werfen sollte. Denn der gute Wille, wird die Gewalt des ersten, großen, existenziellen Steines nicht dulden und dabei dem Aggressor des ersten, großen, existenziellen Steines nicht den Sieg überlassen, auch wenn das bedeutet, dass der gute Wille selbst vernichtet würde. Aber der gute Wille kann und sollte dem bösen Willen, nicht das Feld überlassen und ginge, in diesem Sinne, aufrecht in den Tod. Denn: Wo würden wir denn hinkommen, wenn der gute Wille solcher existenziellen Gewaltdrohung nachgeben würde? Er würde klein bei gegeben werden und einer dreisten Unterdrückungsmacht gehorcht werden, die nicht aus einem guten Willen stammt, sondern aus der bösen Absicht den nur eigenen Willen durchzusetzen und anderen zu schaden und sie nach Belieben zu kommandieren. Der gute Wille ist da ganz anders gestrickt, nämlich zuvorkommend, einladend, hinhörend, mitdenkend, Kompromisse findend, einsichtig und eingestehend, dass der andere ebenso ein Recht habe, gehört zu werden. Der gute Wille muss aber mit seinem eigenen Tod rechnen, wenn er die Freiheit verteidigt, das Gespräch sucht und den Komprosmiss. Damit rechnet nämlich der böse Wille nicht, da dieser mit Gewalt gefügig machen möchte. Denn der böse Wille, fordert Gehorsam und Unterwerfung. Der gute Wille dagegen, lädt zu Gesprächen und zum Dialog ein, um Kompromisse zu finden, die für alle Seiten gangbar sind. Aber der gute Wille, muss damit auch konsequent sein - und wird es - wenn der erste, große, existenzielle Stein geworfen werden sollte. Denn sollte eine Welt dem Prinzip der bösen Gewalt folgen, und sollte sie gewinnen, wäre das, dann etwas später, sowieso der Untergang der Menschheit, da Gehorsam und Gewalt suizidal agieren. Letztlich. Der gute Wille muss aber nicht nur konsequent bleiben, sondern auch die Drohgebärden der Gewalt aushalten können. Und ist dabei immer wieder auf die Inkonsequenz der Gewalt angewiesen, die dann doch letztlich nicht den letzten, finalen, apokalyptischen Schritt gehen würde. Wir wir alle hoffen. So ist der gute Wille, gerade, weil er der Gewalt nicht gehorcht, dabei den Prinzipien des Gesprächs, Dialogs und Kompromisses folgt, doch in einer Position, die letztlich entscheidet, ob wir alle leben oder nur ein Teil oder keiner mehr. Die Hoffnung gilt also gerade auch der bösen Gewalt, die Gebete, die Ansprachen, das Verständnis, die Einladungen. Der gute Wille darf diese Hoffnung nicht verlieren; denn wenn sie nicht an die Hoffnung des Lebens auch in der Gewalt und dem bösen Willen glaubt, wäre die Trennung komplett und der Untergang besiegelt, weil die Sprachlosigkeit und Verhärtung absolut geworden wären. So weit darf es nie kommen. Es bedarf immer einer Hoffnung, dass auch der böse Wille noch einen Funken Wahrheit in sich trägt, die erkennt, dass auch er leben möchte und daher die Drohungen letztlich doch nicht wahr zu machen sucht, was auch seinen Untergang bedeuten und besiegeln würde. Da wir wissen, dass Menschen auch zum Suizid schreiten und ihn vollenden, ist dennoch keine Entwarnung gegeben, sondern die Kraft und der Mut angesprochen, die Hoffnung nie aufzugeben und durch sie auch den bösen Willen und die Gewalt miteinzubeziehen.
  3. Muss ein Mensch in einem Krieg verweilen, tragisch lang verstrickt mit jenem Feind, der nicht, irrig, diesem Grauen weint --, will Gefahren er und Hassen heilen, festgesetzt in jenem geistigen Eilen, offenbar geworden, da der sich nicht eint, garstig nur mit krudem Geiste greint, was doch dieser, frei, erreicht, nach Meilen. Krieg kann niemals seinen Frieden finden, selbst ein Sieg ist diesem Niederlage, häufig wärt der Freude noch ein Schinden, Irrtum ihn besiegt nicht, eine große Frage, Lüge nur, in einem Krieg wird binden, da die Liebe der nicht seelisch wage.
  4. Salve @JoVo, Schönheit folgt keinen Regeln, sie ist Ausdruck einer Ordnung. Wahrheit beschreibt diese Ordnung und zeugt in der Menschenwelt damit einen Zusammenhalt, also das Gute, einen Frieden, schafft Räume der Freiheit. Ich denke, darin stimmen wir überein, dass Kunst nicht an sich schon vollendet ist oder vollendet sein sollte. Mit Anne Sophie Mutter sage ich auch, dass Kunst ein Prozess der Vervollkommnung impliziert, was etwas anderes ist, als das eben zuerst gesagte schon vollendete. Das Schöne, Wahre, Gute sind: Die Kunst/der Ausdruck, die Wissenschaft/Philosophie, die Gemeinschaft/der Frieden. Auf jeden Fall mehr als abendfüllend. Bis bald und herzlich, Thomkrates
  5. Guten Morgen @JoVo, Ich tippe auf den Schlauch bei dir und rege an davon runter zu gehen. Ich meine, dass, im Gegenteil, Innovation und Wahrhaftigkeit zunehmen und gefördert würden, sie würde kunstvoll Wahrheit aufzeigen und Klarheit anmerken. Sie würde authentisch werden können und kein Muster für Flucht vor der Realität bleiben. Herzlich, Thomkrates
  6. Thomkrates

    Der Weg der Kunst

    Die Kunst darf nicht alles, was sie meint tun zu müssen. Denn wenn die Kunst sich nicht klar über ihre eigenen Motive ist und nur oberflächlich von einem Impulsgeschehen gelenkt würde, beliese sie die tieferen Gründe ihrer eigenen Unvollkommenheiten im Geheimen und Dunklen, anstatt sie zu lichten, anstatt sie eventuell der Therapie zuzuführen, die sie befreien könnte. Denn dies ist Auftrag, auch für die Kunst, dass sie ihrer eigenen Schatten und Leiden bewusst wird, nicht um sich selbst zu demütigen, sondern um sich selbst als ganz und heil zu entwickeln und zu entfalten. Denn es bleibt eine verwickelte Sache, wenn auch die Kunst glauben würde, ihre Leiden in kunstvolle Formen zu gießen sei schon legitim genug und darin wäre schon Kunst genug zu sehen. Denn Kunst ist das Schöne, das auch mit dem Wahren und Guten verwoben ist und nicht davon zu trennen. Jene vermeintliche Kunst aber, die das dunkle Leiden belässt, das hässliche Element der Selbsterniedrigung, der Depression oder des hassenden Ventils, die entfernt sich von der Kunst des Schönen, das auch mit dem Wahren und Guten assoziiiert ist und nicht davon zu trennen. Denn die Leiden sind unschön, sie sind Last und beschwerlich, sie müssen genesen und heilen, sie müssen entlastet werden. Es gehört schon eine demütige Portion Weisheit dazu, die Leiden zu transzendieren und dennoch davon zu sprechen, sie also nicht zu verdrängen, nicht zu verzerren, nicht zu missdeuten oder zu bekämpfen. Es gehört damit zur Kunst auch die Liebe und Selbstliebe, die eben das Leiden zu heilen sucht und nicht unterdrückt, leugnet, von sich weißt oder gar als Heil ausgibt oder vergöttert. Denn es wäre Ignoranz zu nennen, wenn die Leiden belassen würden und sich in der Kunst zu tummeln begännen. Kunst sollte daher nicht glauben, sie wäre ein Freiraum für Beliebigkeit und Egoverhalten, sie sollte nicht glauben, dass es genügen würde, sich nur einen Anstrich von Kunst zu verpassen; und doch dabei verpasst, dass es um Schönheit und daher um die Bewältigung der unschönen Leiden geht, um die Transzendenz der Leiden mithilfe der guten Wahrheit und des wahren Guten. Letztes, seinerseits, besteht in der aufrichtigen Gemeinschaft, die der Mensch zu suchen aufgefordert ist; und das muss nicht unbedingt die Gemeinschaft einer therapeutischen Gruppe sein oder die Gemeinschaft auf Zeit mit einem Therapeuten oder einer Therapeutin. Die demokratische Gesellschaft bietet zahlreiche und vielfältige Möglichkeiten Gruppen und Gemeinschaften zu finden und zu gründen. Der Weg des Menschen zu sich selbst kennt daher viele Wege. Doch zeigt der Weg in der Zeit doch tatsächlich nur den einen Weg des Menschen, der die Freiheit ehrt, die Würde lebt und die Wahrheit sucht. Denn die Wahrheit macht frei, weil Wahrheit schon frei ist und der Grund der Wirklichkeit. Die Kunst sollte daher nicht glauben, sie dürfe alles, denn wo es um Schönheit, Wahrheit und das Gute geht, geht es nicht um egoische Beliebigkeit oder den bloßen Dienst an den eigenen Vorstellungen und Wünschen. Es geht in der Kunst, um nichts Geringeres, als die Höherentwicklung des ganzen Menschengeschlechts. Und dies impliziert die Befreiung von Leiden, die Linderung und Befreiung von Schmerz, auch um die Akzeptanz der Unvermeidlichkeiten und das rationale Kalkül dies differenzieren zu können. Der Weg der Kunst ist daher kein egoischer, da er nicht das Ego zur Entfaltung zu bringen aufgefordert ist, sondern die Schönheit, die Wahrheit und die Liebe. Dass die Entfaltung des Menschen auch eine Entfaltung des Ego darstellt, wie von Entwicklungspsychologen genannt wird, heißt nicht, dass wir Ego zur Entfaltung bringen müssen, sondern, wenn Ego als das Behindernde, Belastende, Verwirrende und Irritierende auftritt und gesehen wird, es auf seinen jeweiligen Stufen zu schauen und in eine Ganzheit zu führen, die nicht behindert, nicht belastet, nicht verwirrt und nicht irritiert, sondern den Weg der Freiheit zeigt, der Leichtigkeit, der Klarheit und der Wahrheit. Und damit das Gute der Schönheit der Kunst. Wo der Mensch sich getraut diesen Weg zu gehen, wird er sich in der Welt der Kunst entwickeln, er wird zuweilen leiden, doch auch Leiden heilen, er wird Verwirrung auflösen und zu Klarheit und Wahrheit gelangen. Und er wird das Schöne zum Ausdruck bringen können, das schon von Anfang an, intuitiv, geheim und zart, in ihm zu finden war, weil er sich getraute den Samen zu säen, zu pflegen und zu hegen, dessen Früchte er selbst, durch Geduld und Kraft des Lebendigen Geistes, ernten und genießen wird können. Dieser Weg der Kunst, ist keine Möhre vor der Nase, die in den Irrtum führt, er wird vielmehr den Irrtum lichten und wird Befreiung finden. Dieser Weg kann gegangen und erfahren werden, wer sich aufmacht der Kunst und sich selbst gebührlich zur Entfaltung zu verhelfen.
  7. Er hatte einfach nicht begriffen und auf den Frieden schon gepfiffen, da er den Krieg der Welt erklärte und seinen Panzern nicht verwehrte. Er meinte, dass, da er Atome bereits schon spaltete, wie Clone, er mit den Waffen und den Bomben in seinen vollen Katakomben, rechtens gewinne jeden Krieg. Doch sah er nicht den einen Sieg des Todes dabei so gewiss, womit's ihn auf die Zunge biss. Das ewige Drohen und Gerassel, das ewige Drängen und Schlamassel; er sah nicht jene Albernheit, die stets bereitet andren Leid; er sah nicht klar den eignen Tod, da er doch auch in jenem Boot der Erde, die voll Bomben ist und auch das Zögern nicht vergisst, wenn erst die erste Bombe fiele und dann die weitren auf die Ziele. So sollte er's doch lieber lassen und nicht die andren Länder hassen.
  8. Mir ist es lieber, Carlos, @Carlos, dass wir einen Moment aneinander vorbei reden, als dass wir uns konfrontierten oder uneinig auseinander gehen. Die Realität kennt natürlich bis heute den Krieg und die Geschichte ist voll von ihm. Ich meine nur, dass die Attitüde "Krieg dem Krieg" immer noch Krieg ist und ein Widerspruch darstellt. Was wäre denn, lieber Carlos, das Ziel? Sollte das Ziel sein, die Welt für schuldig zu erklären, weil sie laut Aussage kein Interesse an "abstrakten" Gedanken habe? Ich sehe das im Übrigen nicht. "Silly Love Songs" von Paul McCartney und seinen Wings, ist ein Lied, das er in den 1970-er Jahren geschrieben hatte, weil einige Journalisten ihm dies vorwarfen zu sehr zu sülzen und von dümmlichen Liebesliedern eingenommen zu sein. In diesem Sinne kann ich sagen: Es ist notwendig vom Frieden zu sprechen (und der Liebe), denn danach sehnen sich alle Menschen (auch der Obdachlose). Der Frieden im Inneren zeigt sich auch in der Sprache. Aber das weißt du alles, Carlos. Vielleicht verstehe ich gerade aber noch nicht deinen Punkt? Frieden ist aber keine private Angelegenheit. Wie kommst du auf die Idee von "deinem privaten Frieden". Wer von Frieden spricht und ihn verwirklichen will, muss (derzeit noch) den Krieg kennen. Ich kenne ihn, Carlos. Herzlich, Thomkrates
  9. Guten Morgen Carlos, @Carlos, Worte machen Taten. Und von einem "Krieg gegen Hunger und Armut" zu sprechen, halte ich für nicht adequat und angemessen. Denn nur in einem Frieden ist Kooperation und Konstruktivität möglich, da so nur ein Miteinander möglich sein wird. Und dann können auch Hunger und Armut angegangen werden. Ich sprach im übrigen davon, dass die evolutionäre Prägung des Menschen ein Krieg gegen die Natur zementiert hat. Und dass, wenn der Mensch weiterhin einen Krieg gegen die Natur (die äußere und die eigene) am Leben hält, das Leben für ihn zu Ende geht. Kennst du Leute von den Zeugen Jehovas? Oder nur deren öffentliches Basching-Image? Die Zeugen Jehovas hatten sich im übrigen gegen Hitler ausgesprochen und sind dort nicht mitgelaufen. Was es daran auszusetzen gäben sollte, kann ich nicht nachvollziehen. Herzlich, Thomkrates
  10. Carlos, @Carlos, diese Wortspiele befördern die Akzeptanz dieser Seuche Krieg. Der "Krieg gegen Hunger, Armut, Dürre, Wüsten, etc." zeigt lediglich die evolutionär vorhandene feindselige Einbettung des Menschen in die äußere Umgebung der Natur. Und dass der Mensch einen Krieg gegen die Natur führt. Gegen die da draußen, das Klima, und die eigenen, innere Natur des geistig-seelischen Menschen. Frieden ist besser, weil er mit der Natur Frieden geschlossen haben wird und damit mit dem Tod. So, wird er den Krieg obsolet machen.
  11. Danke, Carlos @Carlos, für deine Ausführungen und das vorbeischauen. Wozu ich sagen und ergänzen will: Es gibt viele Menschen, viele, die daran arbeiten, eine Welt zu gestalten, die gegenwärtig und zukünftig ohne Krieg auskommen wird. Die gibt es zahlreich. Wir müssen diesen elenden Krieg ächten, wie Kindesmissbrauch und Scheiße essen, wo wir nur können. Gerade denjenigen Leuten übern Mund fahren, die meinen, der Mensch sei ein kriegerisches Wesen und könne auf Krieg niemals verzichten. Ich sage dazu: Papperlapapp. Denn die Zukunft ist offen. Herzliche Grüße, Thomkrates
  12. Erklär mir nicht den Krieg, mein Freund, verfang dich nicht in kalter Logik mit der dir Galle überschäumt idiotisch und mit dreistem Trick. Nimm wahr den Menschen, der noch träumt von Frieden und dem frohen Kick, der mit der Lüge jetzt aufräumt, beweist des Lebens fein Geschick. Erklär mir jene Liebe froh, nach der du suchst und wohl noch strebst, sonst brennt dein Haus bald lichterloh, weil du nicht wirklich sinnig lebst. Du würdest dich dem Tode weihen, dem Ende, ohne Sinn und Herz, vermissen würdest du Verzeihen und auch den witzigen Freude-Scherz. Erklär mir nicht den Krieg, du Held, ich hörte deine Leidenswehen, die dir die andre, böse Welt hat früh schon für dich ausersehen. Erklär mir also lieber Liebe, denn darin spürt der Sinn sich tief, und darin auch die Freude bliebe, das Glück, das ewig uns berief. Erklär, mein Freund, mir nicht den Krieg, erklär mir keine wilden Sachen, denn Frieden ist der einzige Sieg, den kein Krieg kann je machen.
  13. Lieber Peter, @Ponorist, Vielen Dank für deinen Kommentar, und dir ebenso eine schöne Weinachtszeit. Die Fragen gehen nie aus, und manche davon sind sinnvoll, andere dagegen weniger. Eine gute Frage, führt zu einer guten Antwort, eine schlechte in die Irre. Man muss schon was wissen und verstehen, um gute Fragen zu stellen. Das ist die Aufgabe und Herausforderung. Herzlichen Gruß, Thomkrates
  14. Auch die Mathematik hatte im 20-sten Jahrhundert ihren Kopernikus-Moment, der den Herrschenden eine Kränkung versetzte, da nun deutlich wurde: das Zentrum des ganzen Bekannten und Sichtbaren ist nicht die Erde, ist nicht der Mensch, ist nicht die Rationalität. So wie auch Freud klar machte, dass das bewusste Ich des Menschen durch unbewusste und halbbewusste Kräfte beeinflusst wird, die er Es und Über-Ich nannte, und damit dem Ich eine weitere Kränkung vor Augen führte, so hat der Mathematiker Kurt Gödel gezeigt, dass es formale Systeme gibt, die wahre Sätze beinhalten, die rational nicht beweisbar sind. Gibt es also Wahrheit, die mit formalen Systemen (also mit dem Mittel des rationalen Ich gestaltete Systeme) nicht bewiesen werden kann? Seit Gödel ist die Antwort Ja. Die Kränkung daraus für das rationale Ich, das sich bisher glauben machte, es könne jede Wahrheit beweisen und prinzipiell alles Falsche als falsch vorführen, ist damit deutlich, und wir müssen uns in Demut üben, um das dadurch zum Ausdruck kommende Höhere nicht zu ignorieren oder zu beschädigen. Die rationale Expertise scheint also begrenzt zu sein, wenn es darum geht, Wahrheit zu beweisen. Wer aber nun glaubt, sich nicht mehr um die Beweisbarkeit von Wahrheit kümmern zu müssen, weil er fälschlich annimmt, jede Wahrheit sei nicht zu beweisen, der ist auf dem Holzweg und hat die Gödelsche Kränkung in den falschen Hals bekommen. Er wird Wahrheit für beliebig und vogelfrei erklären und damit der irrationalen Willkür aussetzen. Ein reaktionärer Irrtum und Irrsinn, der terroristische, kognitiv destruktive Dynamiken freizusetzen sucht und die das Übel und die Unterstellung einzuladen tendiert, anstatt die Bescheidenheit und die hier notwendige Demut. Niemand geringeres aber, als die Rationalität jeder modernen Überlegungen, ist aufgefordert, ein Empfinden zu entwickeln, das zu unterscheiden in der Lage ist, wo sie mit Recht eine Sache zur Wahrheit oder Falschheit hin beweisen kann und wo sie besser schweigt oder belässt, was sie nicht entscheiden kann, weil sie mit einer Wahrheit in Berührung gekommen ist, die über ihr Know-how hinausreicht und über ihren rational begreiflichen Sinn. Und die Demut beginnt im Belassen und nicht im Annehmen oder Ablehnen eines damit eventuell verbundenen Glaubens. Denn was dem einen nur sein Glaube oder Unglaube ist, ist dem anderen ein Ausdruck seiner lebendigen Erfahrung. Wer also annimmt, Wahrheit sei in jedem Falle rational, der irrt, und er wird dazu tendieren die authentischen Erfahrungen anderer unberechtigt in Frage zu stellen, was einer Respektlosigkeit und egoischen Eitelkeit entsprechen würde. Aber, dass es über die Rationalität hinausgehende Wahrheit gibt, die Neuerdings transrational genannt wird, ist ein Interessantum, das zukünftig und immer wieder gegenwärtig zu beachten und zu erforschen ist. Die Beweisbarkeit wird sich zukünftig wohl dann unter Menschen gleicher Augenhöhe einstellen müssen, indem die neuen Vermögen und Fähigkeiten des Transrationalen sich begegnen und gemeinsam sich der Wahrheit zu versichern suchen. Dies wäre ein sich begegnendes Verfahren, das bereits ähnlich in den rational begründeten Wahrheiten zur Anwendung kam, aber eben dann im Transrationalen auf einem erhöhten und erweiterten Niveau. Denn Gödels Beweis spricht nur für formale, rationale, mathematische Systeme des Denkens. Dass Kommunikation mehr ist als dies, bleibt so zu verstehen, zu ergründen und zu praktizieren übrig.
  15. Lieber Anaximandala, ist der Phoenix verbrannt? Oder ist der Phoenix aus der Asche erstanden? Ich glaube letzteres: obwohl ich die Mythologie nicht deutlich vor Augen habe, aber ich meine der Phoenix kommt aus der Asche und verbrennt nicht, sondern der Mensch, dessen Gemüt und Seele verbrennt und erhebt sich erneut als Phoenix. Oder? Ich bin unsicher. Schönes Gedicht. Herzlich, Thomkrates
  16. Wer nicht strebt nach dem Wahren und Guten, nach dem Sinn, der die Menschen vereint, kämpft unfriedlich, vergeblich, und bluten wird das Herz, das durch Worte schon weint. Wer nicht schaut nach den Dingen und Fragen, nach dem offenen Vertrauen mit Grund, wird nichts Besseres im Geiste uns wagen und er gibt auch nichts Besseres kund. Wer nicht fühlt den Drang zu Erkennen das Wesen des Menschen Begriff, wird auch seelisch das Leben verkennen, havarieren die Menschheit am Riff. Wer still bleibt und doch nicht schweigend, all die Winde und Stürme besteht, wird mit Liebe, sich innig zuneigend, schon recht wissen, wie Sinn sich versteht.
  17. Thomkrates

    Kreative Leidenschaft

    Es ist schwer ein kreativer Mensch zu werden, denn ein Talent mag von Geburt an und im Kindes- und Jugendalter noch nicht sichtbar sein und die Übung einer kreativen Leidenschaft dauert unter Umständen lange Jahre, bis sie Früchte trägt. Ich bin der Ansicht, dass Talent sich auch entwickeln kann, eben durch kontinuierliche, freie Übung, die auch bereit ist, dazu zu lernen und sich wohl dosiert von anderen inspirieren lässt, ohne dass er sie kopieren wollte. Ein Wollen für die kreative Leidenschaft aber allein, wird nicht in jedem Falle ausreichen, denn es ist auch ein Moment der Gnade in diesem Prozess des kreativen Werdens enthalten, bis er Früchte trägt. Dennoch plädiere ich für die kontinuierliche Übung der kreativen Leidenschaft, denn sie kann auch in nicht ganz so vollkommen gelungener Weise, dennoch eine Zufriedenheit erzeugen, die zu würdigen ist und die daher einen Wert an sich besitzt. Die Frage ist, ob der Mensch über ein Wollen hinaus in einen Fluss des Tuns gerät, der sich selbst trägt und daher über das Wollen hinüber reicht in ein leidenschaftliches Sein und Werden, dass sich kaum mehr anstrengen muss, um dies zu wollen, oder der dieses Tun nicht als Last und Plage empfindet, sondern als Würde und Adelung, aber ohne egoische Eitelkeit. Denn die Selbstverständlichkeit mit der ein Mensch kreativ tätig ist, hat den Willen verlassen und ist zu einem Wesenszug geworden, der zwar auch noch sich in einem Wollen befindet, das aber nicht führend ist und daher mit keiner Schwere der Überwindung mehr belastet ist. Es ist ein Fluss des kreativen Sinns, der den Menschen beseelt, und er tut sein Bestes, um ihn zum Ausdruck zu bringen. Die Selbstverständlichkeit aber, ist keine Selbstgenügsamkeit oder Selbstgerechtigkeit, sondern eine natürliche Freude, die sich selber trägt und auch mit anderen zum Ausdruck kommen kann. Gelassenheit, die sich dabei einstellt, wird immer wieder zurückkehren und eine Basis darstellen, von der aus wirksam agiert werden kann. Wer dies nachvollziehen kann, wird nicht nur um die Gelassenheit wissen, doch auch um den Wert der immer mehr gelingenden, kreativen Leidenschaft.
  18. Wer will nicht leben mehr in diesen eitlen Zeiten, von Krieg beherrscht, zuteilen, und von Selbstmitleid? Wer will nicht weiten sich und lösen von den Leiden, die mancher Geist erzeugt, gewiss, und nicht bereit für all das edle Ringen, um das wahrlich Eigene und was die Liebe will, die Wahre, jene Zeigende, die sucht zu finden sich, ob Leid und Traumas Weh, an einem Platz des Sinns, wo ich ihn auch versteh? Wer will, ob all der tiefen, trüben Agonie, das Ringen finden, um den Drang des freien Herz? Wem ist die Zeit noch nicht und doch nicht viel zu früh für eine heitre Sicht gekommen mit dem März? Wer gibt schon auf und meint das Leben eben endet zu seiner Zeit, wenn er den Schlusspunkt selber setzt? Wer will es tun und nicht den Schmerz am Tage heilen, um so sich selbst zu schauen, als einer, der sich schätzt? Wer will die Freude spüren, die edle, tiefe, weite? Wer ist es leid das Leid und all des Grolles Winden? Wer steht schon nah bei sich und an der eigenen Seite? Wer freut sich auf den Sieg, wird Dunklem sich entbinden? Geh froh und frei entlang all der Balance des Lebens, nimm frank und frei den Sinn in deine Seele auf, führ dich allein durch Welten all der Perspektiven und lebe bis zum Schluss für deinen Lebenslauf.
  19. Lieber Anaximandala, @Anaximandala, Da ist was dran, und entspannt die Suche danach. Ohne Licht kein Schatten, die Gegensätze, die irgendwie nicht ohne einander können. Wie Frau und Mann zudem, komplementäre Ergänzungen. Und doch strebt alles zur Vollkommenheit und erreicht sie nie vollkommen. Man bemüht sich eben... Danke fürs Vorbeischauen und deine ebenso klugen Beiträge. Herzlich, Thomkrates
  20. Äußerst schwer ist es, bis gar unmöglich auch den Drang des Rechtes recht zu leiten, Unrecht nicht, Gerechtigkeit doch löblich, Wahrheit - sich - zu finden und zu weiten. Gibt es sie? - Gewiss, Gerechtigkeit mit dem Drang zu deutlichen Strukturen, denen Mühen sind, und auch bereit, die Prinzipien sind, voll Sinn, zu spuren. Tausend Jahre kämpfend um das Recht, Störungen der Welt, die meint sich drin, nicht geschaut, dass Kampf ist schlecht, kein gerechter, freier, edler Sinn. Tränen voller Eifer und Gehabe Lust, Frust gelitten und verkohlte Tote, große Bomben, Wissenschaft, aus Luft warfen sie schon immer, die Idiote. Sag im Kleinen Nein zu den verbalen Bomben deines Grolls dem kurzen Feind, finde lieber dir das andere Malen: Liebe, die das Wohl uns gütig meint.
  21. Hallo Anaximandala, ein Kampfgedicht? "blutrot färben, brennen nieder". Was verleitet dich dazu? Ansonsten, das Handwerk scheint zu stimmen (nach meinem Verständnis). Herzlich, Thomkrates
  22. Ein Mensch, der gern und vielmals davon schwätzte, dass Politik ihn lange schon verletzte, blieb demokratisch nicht in ihrem Bilde und führte schließlich Krieg in seinem Schilde, Debatten nicht und nicht die Diskussionen, das Ringen nicht und wägen der Millionen, ein Fragen nicht und Klären nicht von Wissen, er konnte nur auf jenes alles pissen. So legte er sich mit dem Staate an, dem klugen Worte legte er den Strang, dem Kulturellen zog er Zügel über und jene Welt wurd' bald noch einmal trüber.
  23. Lieber Tobuma, @Tobuma danke für deine Besprechung und deine Gedanken. Klar, erschöpfend war das nicht behandelt, da bleiben sicherlich noch weitere Perspektiven, die mit der Zeit entfaltet werden könnten. Was ich hier schrieb entspricht mehr einer seelischen Stimmung und weniger einer geistigen Analyse, so zumindest fühlte ich mich beim Schreiben heute, gelassen und friedlich und nicht geistig angestrengt oder grübelnd, was ich meist nicht bin. Was du hier schreibst, ist sehr sinnig, die Ego-Kränkungen beginnen beim heliozentrischen Weltbild, gehen zur Freudschen Idee der unbewussten und überichbewussten Kräfte, bis zur neuronalen Forschung der Frage des freien Willens, und eben, was du schreibst, die Kränkung aus der Wahrnehmung, das unsere Nation anderswo in der Welt nicht den Nabel der Aufmerksamkeit darstellt. Danke auch euch beiden, JoVo und Anaximandala für die Likes und das Vorbeischauen. Bleibt gewogen. Herzlich, Thomkrates
  24. Thomkrates

    Über die Ferne

    Im jungen Menschen bereits ist die Faszination für die Ferne angelegt, wenn der Besuch des Flughafens oder des Hauptbahnhofs zu einem motivierenden und lebendigen Ereignis für die junge Seele wird. Oder wenn der Vater des Kindes oder der Freund der Mutter auf Dienstreise geht und mehrere hundert oder tausend Kilometer vom Dienst- und Arbeitsort an einem Treffen oder Kongress teilnimmt, dann fasziniert dies meist den jungen Menschen, weil er die Ferne als Sehnsuchtsort seiner entfaltenden Seele empfindet. Ferne als Nähe zum innigen Eigenen, als lebendiges Raum-Zeit-Kontinuum, das Freude bereitet und ein Lächeln oder Staunen zaubert. Vielleicht ist die Faszination der jungen Seele aber auch durch die Assoziation der Macht und Beweglichkeit des Menschen geschuldet, der von der Welt etwas erfahren wird auf seiner Reise und die Macht und das Geld besitzt an ihr teilzunehmen und sie durchzuführen. Nicht ohne Grund sind die Entdecker der früheren Zeiten so hoch gehandelt worden, weil sie Erfahrungen erwerben konnten und damit Wissen erzeugten, nach dem auch die Mächtigen Ausschau gehalten haben. Die Assoziation der Fernreise mit Macht und Wissen, Erfahrung und Mut, liegt damit nahe. Die Urlauber von Fernreisen heute allerdings, sind hier weniger mit dieser Faszination und Assoziation betroffen, weil es so gewöhnlich geworden ist in den wohlhabenden Ländern. Hier ist die Fernreise aktuell durch die Klimaproblematik sogar anrüchig geworden, weil die Klimabelastungen durch den Flugverkehr nicht mehr rein und unbeschwert betrachtet werden können. Die Faszination für die Ferne scheint aber auch mit zunehmendem Alter zu sinken und weniger motivierend, weil auch die möglichen Gefahren der Reisen eher gesehen werden und daher der Schutz von Leib und Leben einen höheren Stellenwert erhält, als durch die Entdeckerseele des jungen Menschen, der sich der Gefahren noch nicht derart bewusst ist und glaubt sie bewältigen zu können oder davon verschont zu bleiben. Die Ferne bleibt dem jungen Menschen ein Anziehungspunkt und Sehnsuchtsort, denn das Andere, Neue, Schöne und Abenteuerliche, nährt die junge Seele und leitet sie in die Welt hinaus und lässt sie erleben, was an Vielfalt und Schönheit auf dieser Erde noch vorhanden ist und möglich zu erfahren. Die Ferne zu reduzieren und die Erfahrungen zu maximieren, geht beim Reisen miteinander her, wenn das Fernziel des Paradieses noch so weit weg liegt und erreicht werden will und kann. Die innere Befindlichkeit des Menschen, mit seiner Suche nach Glück, Sinn und Erfüllung, findet in der Fernreise sicherlich sein äußeres Pendant. Doch sowohl innerlich als auch äußerlich findet sich nirgends eine Sicherheit, die dem Menschen andauernde Genugtuung und Zufriedenheit liefert; er bleibt wohl bis zum letzten Atemzug auf der Suche danach das schon gefundene Glück zu bewahren und tieferes Glück neu zu erwerben. Die Sehnsucht nach der Ferne, von früher Jugend an, wird sich wandeln in eine innere Sehnsucht nach dem Paradies und der Erfüllung, die beide nicht wirklich vollends erreicht werden können, denn stetig huscht die Vollkommenheit zwischen den Fingern hindurch und die verbleibenden Lücken zu ihr öffnen sich stetig wieder und wieder, nachdem gehofft und geglaubt wurde, sie doch irgendwann schließen zu können, um endlich seine Ruhe haben zu können. Aber gerade die Endlichkeit verhindert das vollkommene des Lebens, weil nur im Tod die ultimative Ferne zur endgültigen Nähe wird. Und zur ewigen Ruhe.
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